Neues von Mark Benecke

 *Werbung - Rezensionsexemplar*

Hier geht es direkt weiter mit dem zweiten Kriminalroman von Mark Benecke, nach Viral. Blutrausch schickt Mark Benecke das Ermittler-Team auf gefährliche Spurensuche, die sie immer tiefer in die dunklen Ecken Berlins führt. Für das Verständnis des Kriminalfalls ist Vorwissen aus dem ersten Buch nicht erforderlich, das Buch kann für sich ganz alleine gelesen werden. Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung und der Titel des Buches hört sich schon einmal vielversprechend an…

Kannibal.Jagdrausch‘, geschrieben von Mark Benecke und erschienen im benevento Verlag.

https://www.beneventopublishing.com/benevento/produkt/kannibal-jagdrausch-2/

Ein Koffer voller menschlicher Gebeine taucht in der deutschen Hauptstadt auf. Der rätselhafte Fund stellt Hauptkommissarin Kami Bogatsu vor ein Rätsel: Handelt es sich hierbei um ein Verbrechen oder „nur“ um ein altes Skelett, dessen Ursprung sich nicht mehr zurückverfolgen lässt? Bogatsu bittet das Privatermittler-Duo Bastian Becker und Janina Funke um Unterstützung. Als die gerichtsmedizinische Untersuchung Schabspuren an den Knochen zutage fördert, kommt Becker ein schauriger Verdacht: Könnte es sich um einen Fall von Kannibalismus handeln?

Wie es im Titel angekündigt wird steht Kannibalismus im Fokus der Ermittlungen. Ebenso gehört der Koffer mit den Menschenknochen dazu, was einen Zusammenhang nahelegt. Alles weitere ist eine spannende Ermittlung auf der dunklen Seite der Gesellschaft. Bastian Becker verbeißt sich in dem Fall und setzt dabei mehr als seine Gesundheit aufs Spiel.

Die Ermittlung wird immer wieder unterbrochen von kleinen Erzählungen, die ich dem Täter zu ordnen würde. So bekomme ich als Leser einen guten Einblick in dessen kranke Seele. Der Wechsel zwischen den Spielorten gibt mir einen kleinen Wissensvorsprung vor den Ermittlern und lässt mich rätseln, wie diese wohl zu den nächsten Erkenntnissen kommen mögen. Für mich persönlich war relativ schnell klar, wohin die Reise führt, was auf der einen Seite schade ist, mich aber nicht sonderlich gestört hat, denn der Weg zum Täter war dennoch überraschend.

Außergewöhnlich ist, dass das Buch gerade einmal 200 Seiten umfasst. Durch die Kompaktheit ist das Erzähltempo entsprechend hoch und es gibt keine langatmigen Passagen. Daran könnten sich andere Werke durchaus ein Beispiel nehmen. Was mir insgesamt zu kurz kam, waren (psychologische) Erklärungen dafür, wie eine solche Neigung überhaupt entstehen kann. Dennoch ist der Spannungsbogen stets hoch Und fast kontinuierlich straff gespannt.

Mir hat der zweite Band definitiv besser gefallen als der erste, es ist eben ein Kriminalroman und kein Thriller, dass muss man sich immer wieder vor Augen halten.