„Children of Fallen Gods“ von Carissa Broadbent

Manche Autorinnen begleiten einen über Jahre. Man greift immer wieder zu ihren Büchern, fast automatisch, weil man weiß: Das hier wird mich nicht kaltlassen. Das wird mich emotional mitnehmen, fordern, vielleicht auch ein kleines bisschen zerstören – und genau deshalb liebe ich es.

Carissa Broadbent gehört für mich genau in diese Kategorie. Vor allem im Bereich High Fantasy schafft sie es immer wieder, Welten zu erschaffen, in denen man sich komplett verliert. Und mit ihrer War of Lost Hearts-Trilogie liefert sie gerade ein Highlight nach dem anderen. Kaum ist Band zwei gelesen, steht Band drei schon fast vor der Tür. Ende Februar – und ja, ich zähle inzwischen heimlich mit.

Schon rein optisch sind diese Bücher ein Traum. Wunderschöne Cover, die sofort Lust machen, sie in die Hand zu nehmen. Aber das wahre Herz dieser Reihe schlägt natürlich zwischen den Seiten.

Children of Fallen Gods“ führt die Geschichte von Tisaanah und Max konsequent weiter – dunkler, intensiver und emotionaler als zuvor.

Tisaanah hat im ersten Band alles riskiert, um anderen Freiheit zu schenken. Nun ist sie jedoch an einen Orden gebunden, der sie in einen Krieg zwingt, den sie sich nie ausgesucht hat. Max wiederum versucht verzweifelt, sie zu beschützen, während ihn seine eigene Vergangenheit einholt und seine Magie immer unberechenbarer wird. Verrat, politische Intrigen und uralte Mächte treiben die Handlung voran und lassen kaum Raum zum Durchatmen. Über allem schwebt ständig die Frage: Wie viel darf man opfern, ohne sich selbst zu verlieren?

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es gibt kaum ruhige Momente, und selbst in den stilleren Szenen liegt immer diese unterschwellige Spannung. Man liest, blättert, denkt „nur noch kurz“ – und plötzlich sind wieder fünfzig Seiten weg.

Was mich besonders berührt hat, ist die Entwicklung der Figuren. Tisaanah und Max wachsen weiter, stolpern, zweifeln, kämpfen – und wirken dabei unglaublich menschlich. Ihre Beziehung ist geprägt von Vertrauen, Angst, Hoffnung und Schmerz. Nichts davon fühlt sich künstlich an. Man leidet mit ihnen, fiebert mit ihnen, wünscht ihnen ständig ein kleines bisschen Glück in dieser gnadenlosen Welt.

Sehr spannend fand ich auch die Perspektive von Aefe. Anfangs war ich mir nicht sicher, welche Rolle sie spielen würde, doch mit jeder Seite wurde deutlicher, wie wichtig ihre Geschichte für das Gesamtbild ist. Ihre Vergangenheit, ihre inneren Konflikte und ihre Verbindungen zu den anderen Figuren haben mich emotional stark getroffen – besonders in ihren Momenten mit Caduan.

Die Handlung entwickelt sich in diesem Band spürbar weiter. Die Welt wird größer, die Bedrohung realer, die Konsequenzen schwerer. Hoffnung und Verzweiflung liegen oft nur eine Entscheidung auseinander. Es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, und Szenen, die mir noch lange im Kopf geblieben sind.

Auch das Worldbuilding überzeugt erneut. Das Magiesystem ist komplex, düster und logisch aufgebaut. Alles greift ineinander, nichts wirkt zufällig. Dazu kommt der flüssige, bildhafte Schreibstil, der es leicht macht, sich komplett in dieser Geschichte zu verlieren.

Das Ende hat mich emotional ziemlich mitgenommen. Nicht, weil alles abgeschlossen wäre – im Gegenteil. Es lässt viele Gefühle zurück und macht unglaublich neugierig auf das Finale. Mein Herz braucht definitiv noch ein bisschen Erholung.

Für mich ist „Children of Fallen Gods“ eine starke, mitreißende und sehr intensive Fortsetzung, die zeigt, wie viel Tiefe und Emotion in moderner High Fantasy stecken kann. Diese Reihe gehört für mich zu den absoluten Highlights – und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie alles endet.

Band drei kann kommen. Ich bin bereit. 📚✨💙

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5/5 Sterne – absolutes Highlight

Emotional, düster, intensiv und komplett fesselnd. Eine Fortsetzung, die alles noch einmal steigert und mein Herz gleich mitnimmt. Für mich eines der stärksten Bücher der Reihe – und definitiv ein Jahreshighlight. 💙📚✨