Stadt der Hexer und Betrüger – Eine Fantasyreihe, die mein Sohn und ich gemeinsam lieben

Es gibt Bücher, die liest man alleine. Und dann gibt es Reihen, über die man sich gemeinsam freut, gemeinsam spekuliert und nach jedem Band sofort wissen möchte, wie es weitergeht.

„Stadt der Magier“ von Judith Mohr gehört bei uns definitiv zur zweiten Kategorie.

Mein großer Sohn (9) und ich lieben diese Reihe. Es ist inzwischen fast schon eine kleine Tradition geworden: Sobald ein neuer Band erscheint, wird gemeinsam gerätselt, was Cor wohl als Nächstes erleben wird, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen und welche neuen Figuren uns begegnen. Genau deshalb war die Vorfreude auf „Stadt der Hexer und Betrüger“ riesig.

Zurück in eine Welt voller Magie

Cor und Ro versuchen sich nach den vergangenen Ereignissen in Granadis ein neues Leben aufzubauen. Doch lange bleibt es nicht ruhig.

Magier Jonathan Fossell nimmt zwei neue Schüler bei sich auf. Tibbs und Lyn besitzen ebenfalls magische Fähigkeiten und sollen von ihm ausgebildet werden. Doch bevor der Unterricht überhaupt richtig beginnen kann, gerät Jonathan in Brugent mitten in eine gefährliche Verschwörung.

Natürlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als Cor und Ro um Hilfe zu bitten.

Gemeinsam machen sie sich daran, den rätselhaften Ereignissen auf den Grund zu gehen. Doch schnell wird klar, dass sie es diesmal mit Gegnern zu tun haben, die gefährlicher sind als alles, was ihnen bisher begegnet ist.

Hexer.

Skrupellos, mächtig und bereit, für ihre Ziele über jede Grenze zu gehen.

Jonathan Fossell rückt endlich in den Mittelpunkt

Was mir an diesem Band besonders gut gefallen hat, ist die neue Perspektive.

Nachdem der zweite Band überwiegend aus Ros Sicht erzählt wurde, wechseln sich diesmal Cor und Jonathan Fossell als Erzähler ab. Das bringt unglaublich viel frischen Wind in die Geschichte.

Jonathan gehört schon seit Beginn der Reihe zu meinen Lieblingsfiguren. Gerade deshalb fand ich es ein wenig schade, dass er im zweiten Band eher im Hintergrund geblieben ist.

Umso schöner war es jetzt, endlich mehr über ihn zu erfahren.

Seine Gedanken, seine Vergangenheit und seine Gefühle machen ihn als Figur noch greifbarer. Man versteht plötzlich viele seiner Entscheidungen viel besser und merkt, wie viel Tiefe Judith Mohr ihren Figuren mitgibt.

Natürlich habe ich auch Cors Kapitel wieder unglaublich gerne gelesen. Seine Entwicklung über die gesamte Reihe hinweg ist wirklich gelungen und ich mag, dass er nicht der perfekte Held ist, sondern immer wieder an seinen Aufgaben wächst.

Alte Bekannte und spannende neue Figuren

Ein weiterer Grund, warum ich diese Reihe so gerne lese, sind die Charaktere.

Egal ob Cor, Ro, Jonathan oder die neuen Figuren Tibbs und Lyn – niemand wirkt austauschbar.

Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, jeder hat Stärken und Schwächen und genau dadurch fühlen sich die Figuren lebendig an.

Auch Tibbs und Lyn fügen sich wunderbar in die Geschichte ein. Ich bin schon jetzt gespannt, welche Rolle sie in den kommenden Bänden noch spielen werden.

Eine Welt, in der man sich sofort wieder zuhause fühlt

Sobald ich die ersten Seiten gelesen hatte, war ich sofort wieder mittendrin.

Judith Mohr schafft es jedes Mal aufs Neue, ihre magische Welt so lebendig zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, selbst durch Granadis und Brugent zu laufen.

Die Magie wirkt nie überladen, sondern fügt sich ganz selbstverständlich in die Geschichte ein. Dazu kommen Geheimnisse, Intrigen und immer wieder unerwartete Wendungen, die dafür sorgen, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann.

Auch die kleine Prise Romantik gefällt mir nach wie vor sehr gut. Sie drängt sich nie in den Vordergrund, sondern ergänzt die Geschichte genau in dem richtigen Maß.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt

Wenn ich die drei bisherigen Bände miteinander vergleiche, dann fand ich diesen hier einen kleinen Tick ruhiger.

Mir persönlich hätten ein paar mehr actionreiche Szenen gefallen. Die ersten beiden Bände haben mich stellenweise noch etwas mehr mitgerissen.

Das bedeutet aber keineswegs, dass dieser Band schwach ist.

Ganz im Gegenteil.

Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und wollte ständig wissen, wie es weitergeht. Judith Mohr besitzt einfach einen Schreibstil, der unglaublich angenehm zu lesen ist. Die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man sich versieht, ist das Buch schon wieder zu Ende.

„Stadt der Hexer und Betrüger“ ist wieder eine wunderschöne Fortsetzung einer Reihe, die ich jedem Fantasy-Fan ans Herz legen kann.

Besonders schön finde ich, dass diese Bücher nicht nur Jugendliche begeistern. Auch ich habe jede Seite genossen und genau das macht gute Jugendfantasy für mich aus: Sie erzählt eine Geschichte, die unabhängig vom Alter fesselt.

Ja, für mich reicht dieser Band nicht ganz an die beiden Vorgänger heran. Trotzdem steckt er voller Magie, spannender Geheimnisse, liebgewonnener Figuren und einer Welt, in die ich jederzeit wieder zurückkehren möchte.

Und das Beste?

Mein Sohn und ich sind uns diesmal tatsächlich einig: Wir können es kaum erwarten, bis der vierte Band erscheint. Denn eines steht fest – unser gemeinsames Abenteuer in der Welt von Cor, Ro und Jonathan ist noch lange nicht vorbei.


Bo im Klo – Ein Erstlesecomic, bei dem Kinder Tränen lachen

Mal ehrlich: Bei uns hatte dieses Buch schon gewonnen, bevor wir überhaupt die erste Seite aufgeschlagen hatten.

Warum?

Weil im Titel das Wort „Klo“ vorkommt.

Ich habe drei Kinder im Alter von vier, sieben und neun Jahren und ich kann euch sagen: Sobald irgendwo das Wort Klo, Pups oder Po fällt, wird gekichert, gegrinst und sich gegenseitig angestupst. Genau so war es auch hier. Das Buch wurde sofort aus dem Stapel gefischt und jeder wollte als Erstes wissen, was denn bitte in einem Buch passieren kann, das „Bo im Klo“ heißt.

Und ich muss sagen: Der Titel hält tatsächlich, was er verspricht.

Ein Klogang, der völlig aus dem Ruder läuft

Bo macht eigentlich nichts Besonderes. Er zieht sich auf die Toilette zurück, weil er dort endlich einmal seine Ruhe hat. Wer Kinder hat, weiß wahrscheinlich sofort, wie nachvollziehbar das ist. Ein paar Minuten abschalten, Comics lesen und einfach ungestört sein.

Doch daraus wird nichts.

Im Abwasserkanal lebt nämlich ein grüner Kanal-Krake, der ebenfalls Comics liebt. Und bevor Bo überhaupt versteht, was passiert, schnappt sich der Krake mit einem seiner langen Arme den Jungen samt Comic und zieht ihn durch das Abflussrohr in die Kanalisation.

Allein diese Idee fanden meine Kinder schon unglaublich lustig.

Unten angekommen ist Bo zwar ziemlich nass, ziemlich stinkig und sein Comic hat auch schon bessere Tage gesehen, doch der Krake interessiert sich sowieso viel mehr für die Geschichte als für Bo selbst und beginnt sofort zu lesen.

Für Bo beginnt dagegen ein völlig verrücktes Abenteuer.

Verrückter geht eigentlich nicht

Kaum hat sich Bo von seinem unfreiwilligen Tauchgang erholt, begegnet er zwei Krokodilen.

Das Problem?

Sie sind einfach viel zu nett.

Ja, wirklich.

Sie möchten furchteinflößend wirken, schaffen es aber überhaupt nicht. Also hilft Bo ihnen kurzerhand mit einem guten Rat weiter.

Und als wäre das noch nicht schräg genug, taucht plötzlich ein kleines Nagetier auf, das Bo mit einem Zahnstocher bedroht und unbedingt seinen Comic haben möchte.

Nur dumm, dass den inzwischen der Krake verschlungen hat – natürlich nur lesetechnisch.

Die Geschichte wird von Seite zu Seite absurder und genau das macht ihren Charme aus. Man weiß nie, was als Nächstes passiert und genau deshalb wollten meine Kinder immer weiterlesen.

Perfekt für Leseanfänger

Neben der verrückten Geschichte gefällt mir besonders, wie leicht Kindern der Einstieg ins Lesen gemacht wird.

Der Comic ist komplett in großen Druckbuchstaben geschrieben, die Textmenge bleibt angenehm überschaubar und die vielen bunten Comicbilder erzählen einen großen Teil der Geschichte mit.

Gerade Kinder, die sich mit langen Texten noch schwertun oder lieber Bilder anschauen, werden hier ganz spielerisch ans Lesen herangeführt.

Mein Siebenjähriger hatte richtig Freude daran, selbst zu lesen, während meine Vierjährige die Bilder ganz genau betrachtet und ständig neue Details entdeckt hat. Und mein Neunjähriger? Der musste an einigen Stellen so laut lachen, dass seine Geschwister natürlich sofort wissen wollten, was gerade passiert ist.

Genau solche Bücher liebe ich.

Sie bringen Kinder unterschiedlichen Alters gemeinsam an einen Tisch und plötzlich lachen alle über dieselbe Geschichte.

Rüdiger Bertram beweist wieder einmal, wie wunderbar verrückt Kinderbücher sein dürfen. Die Geschichte ist herrlich schräg, voller Fantasie und genau die richtige Mischung aus Quatsch, Spannung und Humor.

Ich musste beim Lesen selbst immer wieder schmunzeln und ertappe mich seitdem tatsächlich dabei, dass ich kurz überlege, ob wohl irgendwo ein Krakenarm im Abfluss auf mich wartet, bevor ich mich auf die Toilette setze.

Natürlich weiß ich, dass dort keiner lauert.

…hoffentlich. 😉

„Bo im Klo“ ist ein Erstlesecomic, der Kindern die Freude am Lesen vermittelt, ohne dass es sich nach Lesenüben anfühlt. Stattdessen gibt es jede Menge Lacher, verrückte Figuren und eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.

Von uns gibt es deshalb eine ganz klare Empfehlung für alle kleinen Leser, die Comics lieben, gerne lachen und bei dem Wort „Klo“ sowieso schon losprusten.


PAW Patrol – Der Dino-Film: Dino in Not | Das perfekte Erstlesebuch für kleine Fellfreunde

Gestern waren wir mit unseren Kindern im Kino und schon bevor der eigentliche Film begonnen hatte, wurde es plötzlich ganz spannend. Über die Leinwand flimmerte die Vorschau zum neuen PAW Patrol Dino-Abenteuer – und spätestens da war die Begeisterung riesig. Unsere Kinder saßen mit leuchtenden Augen im Kinosessel und waren sich sofort einig: Den Film müssen wir unbedingt sehen!

Umso schöner war es, dass das passende Erstlesebuch „PAW Patrol – Der Dino-Film: Dino in Not“ bereits bei uns zu Hause auf seinen Einsatz gewartet hat. Gerade unser Sohn, der erst seit Kurzem selbst liest, wollte natürlich sofort wissen, was die Fellfreunde diesmal erleben.

PAW Patrol gehört bei uns schon seit vielen Jahren dazu. Egal ob Bücher, Hörspiele oder Filme – Chase, Marshall, Skye und ihre Freunde sind einfach feste Begleiter geworden. Deshalb war die Vorfreude auf dieses Buch entsprechend groß.

Diesmal verschlägt es die mutigen Fellfreunde auf die Dino-Insel. Dort wartet ein ganz besonderer Einsatz auf sie. Ein riesiger Brachiosaurus ist in ein tiefes Loch gestürzt und kann sich nicht mehr selbst befreien. Natürlich zögert die PAW Patrol keine Sekunde und macht sich gemeinsam mit Rex auf den Weg. Rex kennt die Dinosaurier und die Insel wie kein anderer und unterstützt seine Freunde bei der schwierigen Rettungsaktion.

Doch schnell wird klar, dass dieser Einsatz alles andere als einfach wird. Die Netze verhaken sich, Fahrzeuge rutschen weg und der verängstigte Dinosaurier macht die Rettung zusätzlich kompliziert. Genau dadurch bleibt die Geschichte von Anfang bis Ende spannend und motiviert Kinder immer wieder, weiterzulesen. Gleichzeitig zeigt sie auf schöne Weise, dass selbst die mutigste Fellfreund-Truppe nur gemeinsam ans Ziel kommt.


Was uns an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die gelungene Mischung aus Spannung und Leseförderung. Unser Sohn befindet sich gerade mitten in der ersten Klasse und Lesen ist für ihn manchmal noch anstrengend. Umso wichtiger sind Bücher, die nicht überfordern und trotzdem so spannend sind, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Genau das gelingt diesem Erstlesebuch richtig gut.

Die große Fibelschrift sorgt dafür, dass die Wörter leicht zu erkennen sind. Besonders hilfreich finden wir die farbig markierten Silben. Gerade für Kinder, die das Lesen erst lernen, geben sie zusätzliche Sicherheit und erleichtern das flüssige Lesen enorm. Man merkt richtig, wie dadurch das Selbstvertrauen wächst, weil viele Wörter plötzlich gar nicht mehr so schwierig wirken.

Nach jedem Kapitel wartet außerdem ein kleines Lesequiz. Diese Idee gefällt uns besonders gut, denn so überprüfen Kinder ganz spielerisch, ob sie die Geschichte verstanden haben. Dabei fühlt es sich überhaupt nicht nach Schule an. Vielmehr macht es Spaß, gemeinsam über die Antworten nachzudenken und noch einmal über das Gelesene zu sprechen.

Ein weiteres Highlight ist die kleine Leseurkunde am Ende des Buches. Für viele Kinder ist das eine tolle Belohnung und ein schönes Erfolgserlebnis. Gerade am Anfang der Lesezeit sind solche kleinen Motivationen unglaublich wertvoll. Unser Sohn war jedenfalls mächtig stolz, als er das Buch geschafft hatte.

Natürlich lebt die Geschichte auch von den bekannten Figuren. Wer PAW Patrol liebt, findet sich sofort zurecht und begleitet die Fellfreunde mit Begeisterung durch ihr neues Abenteuer. Die bunten Illustrationen lockern den Text zusätzlich auf und sorgen dafür, dass das Buch auch optisch richtig viel Spaß macht. Immer wieder blätterten wir zurück, um uns einzelne Dinosaurier oder Fahrzeuge noch einmal genauer anzuschauen.

Besonders schön finde ich, dass neben der spannenden Rettungsmission auch Werte wie Teamarbeit, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Die Fellfreunde zeigen einmal mehr, dass jede und jeder seine eigenen Stärken mitbringt und dass große Herausforderungen nur gemeinsam gemeistert werden können. Genau diese Botschaften machen die Geschichten der PAW Patrol für Kinder so wertvoll.

Gerade jetzt, wo der neue Dino-Film in den Startlöchern steht, ist dieses Buch die perfekte Einstimmung. Die Geschichte macht neugierig auf das Kinoabenteuer und verkürzt kleinen PAW-Patrol-Fans ganz wunderbar die Wartezeit.

Unser Fazit

„PAW Patrol – Der Dino-Film: Dino in Not“ ist ein rundum gelungenes Erstlesebuch für Kinder ab etwa fünf Jahren. Die spannende Geschichte, die bekannten Figuren und die liebevolle Gestaltung machen das Lesen zu einem echten Erlebnis.

Besonders die große Fibelschrift, die Silbenmarkierungen, die kleinen Quizfragen und die Leseurkunde sorgen dafür, dass Kinder erste Erfolgserlebnisse beim Lesen sammeln und dabei jede Menge Spaß haben.

Für uns ist das Buch die perfekte Vorbereitung auf den neuen PAW-Patrol-Kinofilm – und wir können es kaum erwarten, die Fellfreunde bald auch auf der großen Leinwand wiederzusehen. Ein tolles Erstlesebuch für alle kleinen Dino- und PAW-Patrol-Fans, das Lust aufs Lesen macht und ganz nebenbei zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Teamwork sind.


Das kleine WIR feiert Geburtstag – Ein Erstlesebuch voller Vorfreude, Freundschaft und ganz viel Herz

Kindergeburtstage sind bei uns jedes Jahr ein riesiges Thema. Wochen vorher wird überlegt, wer eingeladen werden soll, welche Spiele gespielt werden, welcher Kuchen gebacken wird und natürlich auch, welche Wünsche auf den Wunschzettel kommen. Diese Vorfreude gehört einfach dazu – aber manchmal auch ein paar Sorgen.

Genau deshalb hat uns „Das kleine WIR feiert Geburtstag“ von Daniela Kunkel und Steffi Korda so gut gefallen. Wir haben das Buch gemeinsam mit unserem siebenjährigen Sohn gelesen, der sich sofort in Lara hineinversetzen konnte. Denn auch er kennt dieses Kribbeln vor dem Geburtstag nur zu gut.

Lara freut sich riesig auf ihren großen Tag. Gleichzeitig beschäftigt sie aber eine Frage, über die viele Kinder wahrscheinlich schon einmal nachgedacht haben: Wen lade ich ein? Schließlich kennt sie ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden aus der ersten Klasse noch gar nicht so lange. Und was ist mit den Freunden aus der Kindergartenzeit? Werden sich alle verstehen? Was ist, wenn sich jemand ausgeschlossen fühlt oder niemanden zum Spielen findet?

Genau diese Gedanken fanden wir unglaublich authentisch. Gerade der Wechsel von der Kita in die Schule verändert für viele Kinder den Freundeskreis. Neue Freundschaften entstehen, alte bleiben bestehen und plötzlich treffen ganz unterschiedliche Kinder aufeinander. Unser Sohn konnte diese Überlegungen sehr gut nachvollziehen und wir sind beim Lesen ganz automatisch darüber ins Gespräch gekommen, wie wichtig es ist, dass sich auf einem Kindergeburtstag alle willkommen fühlen.

Besonders schön fanden wir, dass Laras Sorgen ernst genommen werden. Ihr Papa hört ihr zu und überlegt gemeinsam mit ihr, wie sie den Geburtstag für alle schön gestalten kann. Das wirkt sehr alltagsnah und zeigt Kindern, dass sie mit ihren Gedanken und Unsicherheiten nicht allein sind.

Natürlich spielt auch das kleine WIR wieder eine ganz besondere Rolle. Wir mögen diese Buchreihe schon lange, weil sie ein Gefühl sichtbar macht, das Kinder oft noch gar nicht in Worte fassen können. Dieses warme Gefühl von Zusammenhalt, Freundschaft und Gemeinschaft. Das kleine WIR entsteht immer dann, wenn Menschen füreinander da sind, gemeinsam lachen und schöne Momente miteinander teilen.

Genau das erleben auch Lara und ihre Gäste. Im Laufe des Geburtstags wird schnell klar, dass es gar nicht auf die perfekte Dekoration oder die größten Geschenke ankommt. Viel wichtiger ist das gemeinsame Spielen, Lachen und Zusammensein. Dort wächst das kleine WIR ganz von allein.

Unserem Sohn hat besonders gefallen, dass die Geschichte so lebensnah erzählt wird. Alles könnte genauso auch auf einem echten Kindergeburtstag passieren. Dadurch fiel es ihm leicht, sich in die Figuren hineinzuversetzen. Gleichzeitig regte das Buch immer wieder zum Nachdenken an, ohne dabei belehrend zu wirken.

Auch als Erstlesebuch hat uns die Gestaltung überzeugt. Die große Fibelschrift, die kurzen Sätze und die vielen bunten Illustrationen sorgen dafür, dass Kinder schnell Erfolgserlebnisse beim Lesen haben. Gerade für Leseanfänger ist das eine tolle Kombination. Unser Sohn konnte viele Passagen bereits selbst lesen und war richtig stolz darauf. Die liebevollen Bilder von Steffi Korda lockern den Text zusätzlich auf und machen das Buch zu einem echten Hingucker.

Besonders gefällt uns an der gesamten Reihe, dass wichtige Themen wie Freundschaft, Rücksichtnahme und Zusammenhalt ganz selbstverständlich in den Alltag eingebunden werden. Kinder erleben diese Werte gemeinsam mit den Figuren, statt sie einfach nur erklärt zu bekommen. Genau dadurch bleiben sie viel besser im Gedächtnis.

„Das kleine WIR feiert Geburtstag“ ist ein warmherziges Erstlesebuch, das die Vorfreude auf den eigenen Geburtstag wunderbar einfängt und gleichzeitig zeigt, worauf es beim Feiern wirklich ankommt. Gemeinsam mit unserem siebenjährigen Sohn hatten wir viel Freude beim Lesen und sind ganz nebenbei über Freundschaft, Gemeinschaft und das Gefühl gesprochen, dazuzugehören.

Mit kurzen Texten, vielen farbenfrohen Illustrationen und einer Geschichte voller Herz eignet sich das Buch perfekt für Kinder, die gerade lesen lernen. Es schenkt nicht nur schöne Lesemomente, sondern erinnert Groß und Klein daran, dass die schönsten Geburtstage die sind, bei denen sich jeder willkommen fühlt. Genau dort entsteht das kleine WIR.


Die zauberhafte Welt der Disney-Prinzessinnen – Ein Bilderbuch für kleine Prinzessinnen mit großen Träumen

Nach zwei Jungs wurde uns tatsächlich noch ein Mädchen geschenkt. Und was soll ich sagen? Klischees hin oder her – sie ist eine richtige kleine Prinzessin. Allerdings keine, die den ganzen Tag geschniegelt auf ihrem Schloss sitzt. Unsere kleine Prinzessin klettert auf Bäume, saust mit ihrem Laufrad durch den Garten, spielt Fangen mit ihren Brüdern und scheut sich auch nicht davor, sich mal ordentlich schmutzig zu machen. Aber bitte im Kleid. Und wenn möglich mit ihren geliebten Klackerschuhen. Das gehört für sie einfach dazu.

Deshalb war die Begeisterung riesig, als „Die zauberhafte Welt der Disney-Prinzessinnen“ bei uns eingezogen ist. Schon das Cover wurde ganz genau betrachtet. Noch bevor wir überhaupt die erste Seite aufgeschlagen hatten, wurden alle Prinzessinnen laut benannt und natürlich sofort die Lieblingsprinzessin gesucht. Es sind genau diese kleinen Momente, die ich so liebe. Wenn Kinder voller Vorfreude neben einem sitzen und es kaum erwarten können, endlich gemeinsam in ein Buch einzutauchen.

Dieses Bilderbuch erzählt die bekannten Disney-Geschichten nicht noch einmal nach. Stattdessen öffnet es die Türen zu den wunderschönen Welten der Prinzessinnen. Man darf Belle in ihrem Zuhause besuchen, Arielles traumhafte Unterwasserwelt entdecken, durch die Gärten von Aurora spazieren oder mit Rapunzel ihre tierischen Freunde kennenlernen. Jede Prinzessin zeigt ihren ganz persönlichen Lieblingsort und verrät, was ihr besonders am Herzen liegt. Dadurch fühlt sich das Buch fast wie ein kleiner Ausflug in jede einzelne Disney-Welt an.

Besonders schön fanden wir, dass auf jeder Seite unglaublich viel zu entdecken ist. Unsere Tochter blieb ständig an kleinen Details hängen. Mal musste sie jede einzelne Blume anschauen, dann wieder einen Vogel entdecken oder wissen, warum dort ein bestimmter Weg entlangführt. Wir haben uns auf manchen Seiten richtig festgelesen, weil immer wieder neue Kleinigkeiten ins Auge gefallen sind. Genau das macht für mich ein gelungenes Bilderbuch aus. Es wird nicht einmal gelesen und verschwindet anschließend im Regal, sondern lädt immer wieder dazu ein, gemeinsam neue Details zu entdecken.

Auch die Illustrationen haben uns sofort begeistert. Sie sind farbenfroh, liebevoll gestaltet und stecken voller kleiner Besonderheiten. Jede Seite wirkt unglaublich hochwertig und fängt die Stimmung der jeweiligen Prinzessin wunderbar ein. Obwohl alle Geschichten zur Disney-Welt gehören, hat jede Prinzessin ihren ganz eigenen Charakter und ihre eigene Atmosphäre. Genau das wird hier wunderschön umgesetzt.

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist, dass das Buch die Fantasie anregt. Beim Anschauen kamen bei uns ganz automatisch Gespräche auf. Welche Prinzessin würden wir gerne einmal besuchen? Welcher Garten gefällt uns am besten? Wie würde unser eigenes Schloss aussehen? Und natürlich die wichtigste Frage unserer Tochter: Welches Kleid würden wir anziehen? Solche Gespräche entstehen ganz nebenbei und machen das gemeinsame Lesen noch einmal besonders.

Gerade für kleine Disney-Fans ist dieses Buch ein echter Schatz. Es verbindet wunderschöne Illustrationen mit vielen interessanten Informationen über die Schlösser, Gärten und Lieblingsorte der Prinzessinnen und lädt Kinder dazu ein, ihre Heldinnen einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Unsere kleine Hau-drauf-Prinzessin hat das Buch jedenfalls sofort ins Herz geschlossen. Seitdem wird immer wieder darin geblättert, gezeigt, erzählt und gestaunt. Und ich bin mir sicher, dass es uns noch lange begleiten wird. Denn manche Bücher erzählen nicht nur Geschichten – sie schenken Kindern einen Ort zum Träumen. Genau so ein Buch ist „Die zauberhafte Welt der Disney-Prinzessinnen“ für uns geworden.


Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse – Eine Freundschaft zwischen Missverständnissen, Schulchaos und jeder Menge Humor

Der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule gehört zu den spannendsten und gleichzeitig aufregendsten Momenten im Leben vieler Kinder. Plötzlich ist alles neu. Neue Lehrerinnen und Lehrer, unbekannte Mitschülerinnen und Mitschüler, andere Regeln und das Gefühl, wieder ganz von vorne anfangen zu müssen. Für manche Kinder ist das ein großes Abenteuer, für andere bringt diese Zeit viele Unsicherheiten mit sich.

Genau dort setzt „Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse“ von Kim Tomsic an – und erzählt diese besondere Phase auf eine unglaublich unterhaltsame, ehrliche und gleichzeitig sehr einfühlsame Weise.

Schon nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte gepackt. Nicht, weil hier besonders spektakuläre Abenteuer erlebt werden, sondern weil sich alles so echt anfühlt. Jeder, der sich noch an seinen ersten Schultag an einer neuen Schule erinnern kann, wird viele Situationen wiedererkennen. Freundschaften verändern sich, neue Kinder kommen dazu und plötzlich entstehen Missverständnisse, obwohl eigentlich niemand etwas Böses wollte.

Im Mittelpunkt stehen Charli und Alex. Eigentlich sind die beiden beste Freunde und kennen sich schon ewig. Sie verbringen viel Zeit miteinander und erzählen sich normalerweise alles. Doch mit dem Start in die fünfte Klasse scheint ihre Freundschaft plötzlich einen gewaltigen Riss zu bekommen.

Charli ist überzeugt, dass Alex ihr größtes Geheimnis verraten hat. Für sie ist klar, dass sie ihm nicht mehr vertrauen kann. Alex hingegen versteht überhaupt nicht, was passiert ist. Von einem Tag auf den anderen spricht Charli kein Wort mehr mit ihm und behandelt ihn, als wäre er Luft. Als er schließlich auf Charlis Tagebuch stößt, hofft er, endlich herauszufinden, was eigentlich passiert ist. Doch statt das Missverständnis aus der Welt zu schaffen, macht er alles nur noch komplizierter.

Gerade diese Ausgangssituation fand ich unglaublich gelungen. Wer kennt das nicht? Man ist sich sicher, dass der andere etwas gesagt oder getan hat, obwohl man vielleicht gar nicht alle Hintergründe kennt. Das Buch zeigt auf eine sehr schöne Weise, wie schnell Missverständnisse entstehen können und wie unterschiedlich zwei Menschen dieselbe Situation erleben.

Besonders spannend fand ich deshalb, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird. Mal begleitet man Charli durch ihren Schulalltag und versteht ihre Gedanken und Gefühle, dann wechselt die Erzählung zu Alex, der die gleichen Ereignisse völlig anders wahrnimmt. Dadurch entsteht eine Dynamik, die unglaublich viel Spaß macht. Als Leserin oder Leser weiß man oft schon mehr als die Figuren selbst und wünscht sich die ganze Zeit, dass sie endlich miteinander reden.

Genau darin steckt auch eine der schönsten Botschaften des Buches. Viele Konflikte wären wahrscheinlich viel kleiner, wenn wir öfter miteinander sprechen würden, statt Vermutungen anzustellen. Diese Erkenntnis vermittelt die Geschichte ganz nebenbei, ohne jemals belehrend zu wirken.

Ein weiterer Punkt, der mir richtig gut gefallen hat, ist das Thema Schulwechsel. In vielen Kinderbüchern stehen fantastische Abenteuer oder spannende Geheimnisse im Mittelpunkt. Der Übergang auf die weiterführende Schule wird dagegen erstaunlich selten aufgegriffen, obwohl er für viele Kinder ein riesiges Ereignis ist.

Hier erleben wir genau diese Zeit mit all ihren Höhen und Tiefen. Neue Klassenkameraden, neue Freundschaften, Unsicherheiten und das Gefühl, plötzlich wieder die Kleinsten zu sein. Kim Tomsic beschreibt diese Veränderungen sehr lebensnah und mit viel Verständnis für ihre Figuren. Dadurch können sich viele Kinder vermutlich sofort in Charli oder Alex wiederfinden.

Mindestens genauso gelungen ist die Gestaltung des Buches. Schon beim ersten Durchblättern fällt auf, wie abwechslungsreich die Seiten aufgebaut sind. Die Mischung aus Tagebuchstil, Comicsequenzen, Kritzeleien und vielen humorvollen Illustrationen sorgt dafür, dass das Buch unglaublich locker wirkt. Die Zeichnungen lockern den Text immer wieder auf und erzählen teilweise ihre ganz eigenen kleinen Geschichten.

Gerade Kinder, die sich mit längeren Texten schwertun oder sich selbst nicht als große Leseratten bezeichnen würden, finden hier einen wunderbaren Einstieg. Die Seiten wirken leicht, übersichtlich und laden dazu ein, einfach noch ein Kapitel weiterzulesen. Man merkt kaum, wie schnell man durch das Buch kommt.

Auch sprachlich trifft die Geschichte genau den Ton der Zielgruppe. Die Dialoge wirken natürlich, die Gedanken der Figuren sind nachvollziehbar und viele Situationen sorgen immer wieder für ein Schmunzeln. Trotz aller Missverständnisse verliert das Buch nie seinen Humor.

Besonders schön fand ich außerdem, dass keine Figur perfekt ist. Charli und Alex machen Fehler. Sie handeln manchmal vorschnell, interpretieren Dinge falsch oder treffen Entscheidungen, die alles nur noch komplizierter machen. Genau dadurch wirken sie so authentisch. Kinder erleben schließlich genau solche Situationen im Alltag und können sich deshalb besonders gut mit den beiden identifizieren.

Die Illustrationen von Mark Parisi runden das Gesamtbild wunderbar ab. Sie greifen den humorvollen Ton der Geschichte auf und verleihen den Figuren noch mehr Persönlichkeit. Die vielen kleinen Zeichnungen, Notizen und Comic-Elemente machen das Buch zu einem echten Hingucker und sorgen dafür, dass auch Lesemuffel schnell Freude daran finden.

„Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse“ ist ein herrlich witziger, moderner und gleichzeitig überraschend tiefgründiger Comicroman über Freundschaft, Vertrauen und die kleinen und großen Herausforderungen des Schulalltags.

Die Mischung aus Tagebuch, Comic und klassischer Erzählung funktioniert hervorragend und macht das Buch besonders kurzweilig. Die Geschichte zeigt auf humorvolle Weise, wie unterschiedlich Menschen Situationen wahrnehmen können und wie wichtig ehrliche Gespräche sind.

Mit liebenswerten Figuren, viel Situationskomik und einer großen Portion Herz erzählt Kim Tomsic eine Geschichte, die Kinder nicht nur bestens unterhält, sondern ihnen ganz nebenbei auch zeigt, dass Freundschaften manchmal Missverständnisse aushalten müssen – solange man bereit ist, miteinander zu reden.

Für uns ist dieses Buch eine klare Empfehlung für Kinder ab etwa zehn Jahren, besonders für alle, die gerade selbst den Schritt auf die weiterführende Schule meistern oder humorvolle Comicromane mit viel Herz und Witz lieben.