Hannah, Janis und das Päckchen mit Schnabel

Manche Kinderbücher fühlen sich an wie ein kleines Abenteuer voller Wärme, Magie und Freundschaft. 🦔🐰✨

Hannah, Janis und das Päckchen mit Schnabel von Marliese Arold, wunderschön illustriert von Stéffie Becker, war für uns genau so ein Buch.

Schon die Ausgangsidee ist einfach herrlich besonders: Mitten in der Nacht entdecken Hasenmädchen Hannah und Igeljunge Janis am Fluss Murks ein Päckchen, das plötzlich vom Himmel fällt. Klingt schon merkwürdig genug – doch dieses Päckchen hat einen Schnabel… und kann sprechen.

Und genau an diesem Punkt waren wir komplett in der Geschichte drin. 😄

Besonders schön war dabei, dass meine Cousine den Klappentext vorher nicht kannte. Für sie war die große Enthüllung, was wirklich im Päckchen steckt, eine echte Überraschung. Die Spannung war beim Vorlesen richtig spürbar und sie wollte unbedingt immer wissen, wie es weitergeht.

Im Mittelpunkt steht schließlich ein kleines Schnabeltier, das nicht weiß, wie es im Maiglöckchenwald gelandet ist, keinen Namen hat und schrecklich seine Mama vermisst.

Natürlich beschließen Hannah und Janis sofort zu helfen.

Und genau hier entfaltet die Geschichte ihre größte Stärke: Sie erzählt nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern vermittelt gleichzeitig wunderschöne Werte wie Freundschaft, Mut, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.

Gerade für jüngere Kinder finde ich das unglaublich wertvoll.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und wunderbar verständlich geschrieben. Die Kapitel haben genau die richtige Länge, sodass beim Vorlesen keine Langeweile entsteht. Wir haben das Buch bewusst über mehrere Tage gelesen, was für uns perfekt funktioniert hat – und jedes Mal war die Vorfreude riesig, endlich weiterzulesen.

Ganz besonders hervorheben muss ich aber die Illustrationen von Stéffie Becker.

Wirklich: WOW.

Die Bilder sind voller Details, wunderschöner Farben und unglaublich liebevoll gestaltet. Jede Seite wirkt fast wie ein kleines Kunstwerk und hat uns immer wieder staunen lassen. Für mich gehören sie definitiv zu den schönsten Kinderbuchillustrationen, die ich seit Langem gesehen habe.

Für mich ist Hannah, Janis und das Päckchen mit Schnabel ein rundum gelungenes Vorlesebuch voller Herz, Abenteuer und liebenswerter Figuren.

Eine Geschichte, die spannend, warmherzig und gleichzeitig voller wichtiger Botschaften steckt – und die man am liebsten direkt noch einmal lesen möchte. 💛📚


Such! von Saskia Halfmouw

Manche Bücher brauchen gar keine Worte, um ganze Geschichten zu erzählen. 🐶📚✨

Such! von Saskia Halfmouw ist genau so ein Buch – ein riesiger Wimmel- und Suchspaß voller kleiner Details, verrückter Szenen und unzähliger Geschichten, die beim Anschauen ganz von selbst entstehen.

Und ganz ehrlich? Wir können uns daran kaum sattsehen.

Im Mittelpunkt steht eine wilde Verfolgungsjagd quer durch die Stadt. Ein Junge hat einen leckeren Knochen im Rucksack – und plötzlich sind ihm jede Menge Hunde auf den Fersen. Dackel, Pudel, Retriever, Windhunde und viele mehr schließen sich nach und nach an und machen die Jagd immer turbulenter.

Doch das ist längst nicht alles.

Denn auf jeder Seite passiert gleichzeitig noch unglaublich viel mehr. Kleine Nebengeschichten, lustige Szenen und unzählige Details laden dazu ein, immer wieder Neues zu entdecken. Zusätzlich kann man einen Papagei, einen Tennisball oder verschiedene Kreidebilder suchen – und plötzlich sitzt die ganze Familie gemeinsam über dem Buch und entdeckt immer neue Dinge.

Was ich an Büchern ohne Text besonders liebe: Sie lassen unglaublich viel Raum für Fantasie. Jeder entdeckt etwas anderes, jede Vorleserunde wird anders und Kinder beginnen ganz automatisch, eigene Geschichten zu erzählen.

Und genau das passiert bei Such! die ganze Zeit.

Besonders begeistert hat mich auch die Vielfalt im Buch. Nicht nur bei den vielen unterschiedlichen Hunderassen, sondern vor allem bei den Menschen. Jung, alt, groß, klein, mit und ohne Behinderung, verschiedenste Frisuren, Kleidung und Charaktere – alles wirkt lebendig, bunt und wunderbar vielfältig.

Auch die Illustrationen selbst sind einfach großartig. Saskia Halfmouw steckt so viel Liebe zum Detail in jede einzelne Seite, dass man beim Anschauen regelrecht darin versinkt. Jede Figur wirkt individuell und hat ihren ganz eigenen Charakter.

Und obwohl Hunde natürlich im Mittelpunkt stehen, kommen übrigens auch Katzenfans auf ihre Kosten. 😄🐱

Für mich ist Such! ein wunderbares Bilderbuch für alle Kinder, die gern entdecken, beobachten und sich eigene Geschichten ausdenken.

Ein Buch ohne Worte – aber voller Abenteuer, Fantasie und ganz viel Wau-Effekt. 🐾✨


Conni im Sommer von Liane Schneider

Manchmal braucht es gar keine großen Reisen oder spektakulären Abenteuer, um den Sommer besonders zu machen. ☀️🍒💛

Conni im Sommer von Liane Schneider, wunderschön illustriert von Janina Görrissen, erinnert genau daran.

Und ehrlich? Genau das liebe ich so an diesem Bilderbuch.

Unsere Tochter ist aktuell riesiger Conni-Fan und dieses Buch gehört momentan ganz klar zu ihren Lieblingsbüchern. Schon beim ersten Lesen hatte es sofort diese warme, leichte Sommerstimmung, die man am liebsten festhalten möchte.

Es duftet nach Sonnencreme und Kirschen, Conni läuft barfuß, planscht im Wasser, macht Ausflüge mit ihren Eltern, fährt Tretboot, nascht Johannisbeeren und genießt einfach die kleinen schönen Momente draußen.

Und genau darin liegt für mich die Stärke dieses Buches: Es zeigt Kindern, dass die schönsten Sommermomente oft direkt vor der eigenen Haustür entstehen.

Keine Fernreise. Kein großes Spektakel. Sondern Eis essen, draußen spielen, gemeinsam Zeit verbringen und kleine Abenteuer erleben.

Besonders schön finde ich auch, dass das Buch ganz viele Ideen liefert, was Familien gemeinsam unternehmen können. Beim Lesen bekommt man direkt Lust, selbst wieder barfuß durch den Garten zu laufen oder spontan einen kleinen Ausflug zu machen.

Die Illustrationen sind dabei unglaublich liebevoll gestaltet und fangen diese unbeschwerte Sommeratmosphäre perfekt ein.

Was ich außerdem sehr mag: Das Buch stellt immer wieder kleine Glücksmomente in den Mittelpunkt. Dieses bewusste Wahrnehmen von Dingen, die eigentlich ganz alltäglich sind.

„Was hat dich heute glücklich gemacht?“
Ganz ehrlich? Vielleicht eine Frage, die wir Erwachsenen uns viel öfter stellen sollten.

Und ja – ich habe gesehen, dass manche kritisiert haben, dass das Buch zeitlich nicht ganz zu anderen Conni-Geschichten passt. Aber ehrlich? Das hat uns überhaupt nicht gestört. Die Geschichte spielt eben in einer früheren Phase von Connis Leben – bevor Jakob geboren wurde und bevor der Umzug ins Haus stattgefunden hat.

Für uns zählt vor allem das Gefühl, das dieses Buch vermittelt. Und das ist einfach wunderschön.

Conni im Sommer ist für uns ein herrlich leichtes, warmherziges Sommerbuch voller kleiner Glücksmomente, Familienzeit und Kindheitserinnerungen.

Ein Buch, das Lust auf Sommer macht – ganz egal, ob im Garten, auf dem Balkon oder einfach direkt vor der Haustür. ☀️


Woher kommen die Gefühle? von Sandra Grimm

Gefühle sind manchmal ganz schön groß. 💛

Mal ist man glücklich und könnte die ganze Welt umarmen – und im nächsten Moment traurig, wütend oder unsicher. Gerade für Kinder ist diese Gefühlswelt oft überwältigend. Denn wie erklärt man eigentlich, was da plötzlich im Bauch, im Kopf oder im Herzen passiert?

Woher kommen die Gefühle? von Sandra Grimm, wunderschön illustriert von Lena Ellermann, schafft genau das auf eine unglaublich liebevolle und kindgerechte Weise.

Dieses Sachbilderbuch nimmt Kinder mit auf eine kleine Reise durch die Welt der Emotionen. Es erklärt, was Gefühle überhaupt sind, wie sie entstehen und warum sie manchmal Achterbahn mit uns fahren.

Dabei geht es um Mut, Wut, Glück, Angst, Trauer und viele weitere Gefühle, die Kinder im Alltag erleben – oft intensiver, als wir Erwachsenen manchmal denken.

Was mir besonders gefallen hat: Das Buch bewertet Gefühle nicht. Es zeigt ganz sanft, dass alle Gefühle da sein dürfen. Dass traurig sein genauso dazugehört wie fröhlich sein. Und dass Gefühle nichts „Falsches“ sind, sondern etwas, das uns hilft, uns selbst und andere besser zu verstehen.

Die detailreichen Illustrationen laden dabei unglaublich zum Entdecken und Gespräch ein. Immer wieder entstehen beim Vorlesen ganz automatisch kleine Unterhaltungen:

„Wann warst du mal so wütend?“
„Was macht dich mutig?“
„Wie fühlt sich Angst bei dir an?“

Und genau das macht dieses Buch so wertvoll.

Es ist nicht einfach nur ein Bilderbuch – es ist ein Türöffner für Gespräche über Gefühle, Selbstwert und Empathie.

Besonders schön finde ich auch die vielen kleinen Tipps, Ideen und Impulse, die Kindern helfen, ihre eigenen Emotionen besser kennenzulernen und einzuordnen.

Denn wer die eigenen Gefühle versteht, kann oft auch besser verstehen, wie es anderen geht.

Für mich ist Woher kommen die Gefühle? ein unglaublich achtsames, warmherziges und wichtiges Buch für Kinder ab etwa 4 Jahren.

Ein liebevoller Wegweiser durch die große Welt der Gefühle – voller Gesprächsanlässe, Verständnis und ganz viel Herz. 💛📚


Frag doch mal … die Maus: Zukunft

Kinder stellen oft die spannendsten Fragen überhaupt. 🚀🐭📚

Fragen, über die selbst Erwachsene manchmal länger nachdenken müssen:
Wird es irgendwann fliegende Autos geben? Können Menschen durch die Zeit reisen? Wie wird unsere Welt später aussehen? Und können wir eigentlich selbst beeinflussen, wie die Zukunft wird?

Genau mit solchen Fragen beschäftigt sich Frag doch mal … die Maus: Zukunft von Gabi Neumayer, illustriert von Igor Dolinger.

Und genau das macht dieses Sachbuch so spannend.

Denn hier werden Kinderfragen nicht belächelt oder „vereinfacht weggewischt“, sondern ernst genommen. Die Antworten sind kindgerecht erklärt, gleichzeitig aber sachlich fundiert und richtig interessant – auch für Erwachsene übrigens. 

Besonders schön finde ich die Mischung aus verschiedenen Themenbereichen. Es geht um Technik, Natur, Mobilität, Freizeit, Klimawandel und die Frage, wie wir in Zukunft vielleicht einmal leben werden.

Dabei schafft das Buch etwas, das ich bei Kinder-Sachbüchern unglaublich wichtig finde: Es vermittelt Wissen, ohne trocken zu wirken. Stattdessen bleibt alles neugierig, offen und voller kleiner Gedankenanstöße.

Was passiert mit unserer Umwelt?
Wie könnte sich unser Alltag verändern?
Und welche Ideen von heute werden vielleicht irgendwann Realität?

Gerade Kinder beschäftigen solche Fragen oft viel mehr, als wir denken. Deshalb mag ich es sehr, dass das Buch nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Hoffnungen, Sorgen und Träume ernst nimmt.

Dazu kommen viele Mitmach-Ideen und kleine Impulse, die Kinder dazu anregen, selbst weiterzudenken und eigene Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Die Gestaltung ist dabei wie gewohnt wunderbar gelungen. Farbenfroh, übersichtlich und so aufgebaut, dass auch jüngere Leserinnen und Leser gut durch die Themen geführt werden.

Für mich ist Frag doch mal … die Maus: Zukunft ein richtig gelungenes Sachbuch für neugierige Kinder ab etwa 8 Jahren. Spannend, verständlich und voller Themen, über die man auch nach dem Lesen noch gemeinsam weiterreden möchte.

Denn manchmal beginnt Zukunft genau mit einer einzigen Frage. 🚀✨


Arschbombe verboten von Ulrich Hub

Manchmal sind Kinderbücher herrlich verrückt – und gleichzeitig überraschend tiefgründig. 🦆🐔💦

Arschbombe verboten von Ulrich Hub, illustriert von Jörg Mühle, ist genau so ein Buch. Schon der Titel sorgt natürlich sofort für Gelächter – und ganz ehrlich: Genau das lieben Kinder.

Aber hinter dem humorvollen Freibad-Chaos steckt viel mehr, als man zunächst vermutet.

Die lahme Ente und das blinde Huhn sind eigentlich beste Freunde. Doch ausgerechnet im Freibad wird ihre Freundschaft plötzlich auf die Probe gestellt. Die Ente möchte endlich dazugehören und von den anderen Enten akzeptiert werden. Das Huhn dagegen wird plötzlich als Bademeister gefeiert und genießt die Aufmerksamkeit sichtlich.

Und genau hier beginnt dieses wunderbar chaotische, witzige und gleichzeitig sehr ehrliche Abenteuer über Freundschaft, Unsicherheiten und das Gefühl, irgendwo dazugehören zu wollen.

Was mir besonders gefallen hat: Ulrich Hub schafft es erneut, ernste Themen mit unglaublich viel Humor zu erzählen. Zwischen Freibadtrubel, Arschbomben und schrägen Situationen geht es plötzlich um Dinge, die Kinder sehr gut kennen:
Sich vergleichen. Anerkennung suchen. Angst haben, nicht genug zu sein.

Und trotzdem bleibt die Geschichte immer leicht, warmherzig und voller Situationskomik.

Die Dialoge sind herrlich witzig, oft trocken und genau so geschrieben, dass Kinder lachen – Erwachsene aber mindestens genauso schmunzeln müssen.

Dazu kommen die Illustrationen von Jörg Mühle, die die Figuren und ihre Gefühle perfekt einfangen. Ausdrucksstark, humorvoll und mit ganz viel Charme.

Besonders schön finde ich, dass das Buch nicht versucht, perfekt zu sein. Die Figuren machen Fehler. Sie sind manchmal eifersüchtig, unsicher oder unfair. Und genau dadurch wirken sie so echt und liebenswert.

Für mich ist Arschbombe verboten eine wunderbar schräge Geschichte über Freundschaft, Selbstvertrauen und die Frage, ob man sich wirklich verändern muss, um dazuzugehören.

Ein Kinderbuch voller Humor, Herz und Freibadchaos – perfekt zum Vorlesen oder Selberlesen ab etwa 8 Jahren. 🦆✨


Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln von Henrik Siebold

Manchmal sind es genau die Bücher, die Kindern ganz nebenbei zeigen, wie groß und spannend die Welt eigentlich ist. 🇯🇵📚✨

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln von Henrik Siebold, illustriert von Inga Steinmetz, verbindet auf wunderbar charmante Weise Erstlesespaß, Freundschaft und ein kleines Krimi-Abenteuer im japanischen Setting.

Im Mittelpunkt stehen Ben und Yoshi. Ben ist gerade mit seinen Eltern nach Japan gezogen – und plötzlich ist alles neu. Neue Umgebung, neue Kultur und vor allem: eine Sprache, die er nicht versteht.

Wie findet man Freunde, wenn man sich kaum verständigen kann?

Genau diese Frage macht die Geschichte sofort greifbar und unglaublich sympathisch. Denn obwohl Ben und Yoshi zunächst nicht die Sprache des anderen sprechen, finden sie trotzdem zueinander. Durch Spielen, gemeinsames Entdecken und ganz viele kleine Momente wächst langsam eine echte Freundschaft.

Besonders schön fand ich, wie die beiden sich gegenseitig Wörter beibringen, Essen kennenlernen und neugierig auf die Welt des anderen werden. Plötzlich gehören japanische Begriffe genauso zur Geschichte wie Teriyaki-Nudeln, roher Fisch oder Unterschiede zwischen Deutschland und Japan.

Und ganz nebenbei lernen die jungen Leserinnen und Leser mit.

Natürlich darf auch das Abenteuer nicht fehlen: Bei einem ihrer Streifzüge stoßen Ben und Yoshi auf eine geheimnisvolle Höhle, einen Schatz und angebliche Geisterwesen. Schnell wird daraus ein spannender kleiner Kriminalfall voller Mut, Neugier und Teamgeist.

Die Geschichte bleibt dabei angenehm leicht und absolut kindgerecht erzählt. Nicht zu aufregend, aber spannend genug, um junge Leserinnen und Leser neugierig durch die Seiten zu begleiten.

Besonders gelungen finde ich auch die Gestaltung. Die vielen bunten Illustrationen im Manga-Stil lockern das Buch wunderbar auf und machen es gerade für Erstleser unglaublich zugänglich. Kurze Sätze, große Schrift und kleine Texteinheiten sorgen dafür, dass Kinder nicht überfordert werden und schnell Erfolgserlebnisse haben.

Für mich ist Die Tokio-Detektive ein richtig schönes Erstlesebuch, das nicht nur Spaß macht, sondern auch Lust auf andere Kulturen, neue Sprachen und vielleicht sogar auf Japan selbst weckt.

Eine charmante Mischung aus Freundschaftsgeschichte, Manga-Flair und kleinem Detektivabenteuer – perfekt für junge Leserinnen und Leser ab etwa 6 Jahren. 🕵️‍♂️✨


Schnüffelnasen an Bord von Daniel Napp

Manche Kinderbücher schaffen etwas, das längst nicht jedes Buch kann: Sie begeistern Kinder – und gleichzeitig auch die Erwachsenen, die vorlesen. 🐶🪰📚  

Genau so ging es mir mit Schnüffelnasen an Bord von Daniel Napp.

Schon die Grundidee ist herrlich originell: Ein Hund und ein Floh bilden gemeinsam ein Ermittlerteam. Hubertus träumt davon, endlich ein echter Polizeihund zu werden. Dafür muss er allerdings erst einmal zwei Juwelendiebe schnappen, die ihn ziemlich fies mit einer Fleischwurst ausgetrickst haben. Die Spur führt auf ein Luxuskreuzfahrtschiff – und natürlich beginnt dort ein turbulentes Abenteuer voller Spannung, Chaos und jeder Menge Humor.

An Hubertus’ Seite: der aufgeweckte Floh Pock. Und ganz ehrlich? Pock war für mich eines der absoluten Highlights des Buches.

Denn Daniel Napp schafft etwas, das ich wirklich liebe: Sprachwitz, kreative Ideen und Wortschöpfungen, die Kinder nicht nur unterhalten, sondern richtig neugierig auf Sprache machen.

Besonders begeistert hat mich das Kapitel übers „Flesen“. Flöhe sind nämlich viel zu klein, um Wörter auf einmal zu lesen – also laufen sie einfach die Linien der Buchstaben entlang. Ein Kreis wird zum O, ein halber Kreis zum C und bei einem S wird einem schwindelig. 😄

Ich fand diese Idee so unfassbar kreativ und liebevoll umgesetzt. Gerade für Kinder, die Lesen lernen, steckt darin unglaublich viel Spielerisches und Fantasievolles.

Und genau deshalb freue ich mich jetzt schon riesig auf meine Vorlesestunde mit meinen Kids. 

Aber auch abseits davon ist die Geschichte einfach richtig spannend erzählt. Hubertus und Pock müssen nicht nur die Gauner stellen, sondern erleben auf dem Luxusdampfer ein echtes Abenteuer mit Unwettern, Verfolgungsjagden und jeder Menge Chaos.

Die Illustrationen ergänzen die Geschichte dabei perfekt. Wie immer bei Daniel Napp steckt darin unglaublich viel Humor, Bewegung und Liebe zum Detail. Die Bilder machen das Buch noch lebendiger und sorgen dafür, dass man beim Vorlesen immer wieder schmunzeln muss.

Für mich ist Schnüffelnasen an Bord ein rundum gelungenes Kinderbuch für junge Leserinnen und Leser ab etwa 6 Jahren – spannend, fantasievoll und herrlich witzig.

Ein echtes Vorleseabenteuer mit Sprachwitz, Charme und einem Ermittlerduo, das man sofort ins Herz schließt. 🐾✨

Das kleine WIR im Kindergarten

Es gibt Kinderbücher, die schaffen etwas ganz Besonderes: Sie erklären große Gefühle auf eine Weise, die Kinder wirklich verstehen. 💛

Das kleine WIR im Kindergarten von Daniela Kunkel ist genau so ein Buch.

Gerade die Eingewöhnung in die Kita ist für viele Kinder ein riesiger Schritt. Neue Räume, neue Menschen, neue Abläufe – und oft auch ganz viele Unsicherheiten. Genau hier setzt dieses liebevoll gestaltete Maxi Pixi an.

Im Mittelpunkt steht Carl, der neu in die Kita Hummelbummel kommt. Für die anderen Kinder ist längst klar: Dort gibt es ein kleines WIR. Dieses unsichtbare Gefühl von Zusammenhalt, Freundschaft und Gemeinsamkeit, das wächst, wenn Menschen füreinander da sind.

Doch für Carl fühlt sich am Anfang alles fremd an.

Und genau das macht die Geschichte so nachvollziehbar. Sie zeigt auf eine unglaublich warme und kindgerechte Weise, dass Zugehörigkeit manchmal Zeit braucht. Dass man sich erst einmal orientieren muss. Dass Unsicherheit völlig in Ordnung ist.

Besonders schön finde ich, wie liebevoll die anderen Kinder und auch die Erzieher*innen dargestellt werden. Niemand drängt Carl, niemand erwartet sofort, dass alles klappt. Stattdessen wird ihm gezeigt: Du darfst ankommen. In deinem Tempo.

Das kleine WIR ist dabei eine wunderschöne Metapher, die Kinder sofort verstehen. Es macht sichtbar, was Gemeinschaft bedeutet – dieses Gefühl, dazuzugehören und nicht allein zu sein.

Die Illustrationen sind wie immer bei Daniela Kunkel unglaublich herzlich gestaltet. Warm, freundlich und voller kleiner Details, die die Geschichte noch greifbarer machen.

Für mich ist Das kleine WIR im Kindergarten ein wunderbares Buch für die Eingewöhnungszeit. Es schenkt Kindern Sicherheit, schafft Gesprächsanlässe und zeigt ganz sanft: Zusammen fühlt sich vieles leichter an.

Ein kleines Buch mit einer richtig großen Botschaft. 💛📚


Ein Fall für Kate von Hannah Peck

Manche Kinderbücher haben einfach diesen herrlich verrückten Charme, bei dem man schon nach wenigen Seiten weiß: Das wird ein Abenteuer. 🚂🕵️‍♀️🐭

Ein Fall für Kate von Hannah Peck war für uns genau so ein Buch. Eine skurrile Detektivgeschichte voller schräger Figuren, geheimnisvoller Diebstähle und ganz viel Zugabenteuer-Atmosphäre.

Schon die Grundidee hat uns sofort angesprochen: Kate reist mit ihrem Vater, der sprechenden Maus Rupert und ihrem Handbuch für Reporterinnen mit dem Zug Richtung Arktis, um ihre Mutter zu besuchen. Und natürlich dauert es nicht lange, bis etwas passiert.

Eine Packung Ingwerkekse verschwindet. Pokale werden gestohlen. Schriftrollen tauchen plötzlich nicht mehr auf.

Für Kate ist sofort klar: Das ist ihr erster großer Fall.


Was folgt, ist eine herrlich fantasievolle Spurensuche voller Verdächtiger, Geheimnisse und überraschender Wendungen. Besonders die bärbeißige Madame Maude und ihr mürrischer Kater Master Mimkins sorgen dabei für ganz viel Atmosphäre. Und genau wie Kate beginnt man beim Lesen automatisch mitzurätseln.

Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte erinnert ein wenig an klassische Detektivgeschichten wie Mord im Orient-Express, bleibt dabei aber absolut kindgerecht, humorvoll und wunderbar eigen.

Die Figuren sind herrlich verschroben und genau das macht den Reiz aus. Kate ist neugierig, mutig und voller Tatendrang, Rupert sorgt immer wieder für charmante und witzige Momente – und gemeinsam machen die beiden einfach Spaß.

Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Die zweifarbigen Illustrationen, die ebenfalls von Hannah Peck stammen, verleihen der Geschichte einen ganz besonderen Stil. Sie lockern das Lesen wunderbar auf und unterstreichen die leicht schräge, charmante Stimmung perfekt.

Der Schreibstil ist spannend, humorvoll und sehr lebendig. Man fliegt förmlich durch die Seiten und hat das Gefühl, selbst mit im Zug zu sitzen und Hinweise zu sammeln.

Für uns ist Ein Fall für Kate ein wunderschön gestaltetes Kinderbuch voller Abenteuer, Humor und Detektivspaß geworden.

Perfekt für junge Spürnasen ab etwa 8 Jahren – und für alle Kinder, die Geschichten lieben, bei denen man miträtseln und gleichzeitig wunderbar schmunzeln kann. 🚂✨


Wegda macht Musik

Es gibt Buchfiguren, die schleichen sich direkt ins Herz – und bleiben dort. 🦇💛

Bei uns ist das ganz eindeutig: Wegda.

Die kleine Fledermaus mit den großen Füßen von Nanna Neßhöver und Petra Eimer ist inzwischen fester Bestandteil unserer Vorlesezeit geworden. Und als Wegda macht Musik bei uns eingezogen ist, war die Freude wirklich riesig.

Unsere Kinder haben das Buch entdeckt und konnten es kaum erwarten, bis endlich vorgelesen wurde. Und genau das sagt eigentlich schon alles über Wegda aus: Die Kinder lieben sie einfach.

Diesmal erlebt die kleine Fledermaus wieder viele wunderschöne Alltagsabenteuer mit ihren tierischen Freunden. Sie macht Musik – natürlich am liebsten laut am Schlagzeug 😄 –, versucht sich im Gärtnern, geht zum Waldtierturnen, übernachtet auswärts und erlebt ganz viele kleine Situationen, die Kinder direkt aus ihrem eigenen Alltag kennen.

Und genau das macht diese Geschichten so besonders.

Die Kinder erkennen sich wieder. Sie fühlen mit. Sie lachen mit Wegda, erzählen plötzlich von eigenen Erlebnissen und bekommen Lust, Dinge selbst auszuprobieren.

Es wurde getrommelt, gesungen und ausprobiert – einfach, weil Wegda die Begeisterung dafür geweckt hat.

Und genau das liebe ich an diesen Büchern so sehr: Sie bleiben nicht nur zwischen zwei Buchdeckeln. Sie wirken nach.

Auch Themen wie Gefühle, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und gegenseitiges Verständnis werden ganz liebevoll aufgegriffen. Wenn Wegda traurig ist, wird sie getröstet. Wenn jemand Hilfe braucht, ist sie da. Alles ganz warmherzig, leicht verständlich und absolut kindgerecht erzählt.

Die Geschichten sind angenehm kurz und damit perfekt zum Vorlesen geeignet – besonders für Kinder ab etwa 3 Jahren. Dazu kommen die wunderschönen Illustrationen voller kleiner Details, die die Kinder immer wieder entdecken möchten.

Für uns sind die Wegda-Bücher echte Herzensbücher geworden. Bücher, die Geborgenheit schaffen, Gespräche anregen und Kinder dazu inspirieren, neugierig auf die Welt zu bleiben.

Und eins ist sicher: Die Kinder freuen sich jetzt schon riesig auf weitere Abenteuer der kleinen Fledermaus. 🦇✨