Licht ins Dunkel – Ein Gruselkrimi, der sogar Lesemuffel begeistert

Manchmal passiert etwas, womit man als Elternteil überhaupt nicht rechnet.

Wer uns schon länger folgt, weiß, dass Lesen bei unserem Sohn nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört. Während andere Kinder stundenlang mit einem Buch verschwinden, braucht es bei ihm oft genau die richtige Geschichte, um überhaupt Interesse zu wecken. Nicht, weil er nicht lesen kann – sondern weil ihn viele Bücher einfach nicht genug packen.

Deshalb war ich selbst gespannt, als Licht ins Dunkel von Steffen Gumpert bei uns eingezogen ist.

Ohne große Ankündigung habe ich das Buch eines Abends einfach auf sein Kopfkissen gelegt. Kein „Du musst das lesen“, kein „Probier doch mal“. Einfach hinlegen und abwarten.

Am nächsten Morgen lag das Buch nicht mehr dort.

Stattdessen saß mein Sohn am Frühstückstisch und erzählte mir bereits von Rupert, den Geistern und den ersten Rätseln.

Und spätestens da wusste ich: Dieses Buch hat etwas richtig gemacht.

Eine spannende Suche voller Geheimnisse

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Rupert Rumpelstil. Er hat einen großen Wunsch: Er möchte endlich herausfinden, was mit seinem Vater passiert ist, der vor einigen Jahren plötzlich aus seinem Leben verschwunden ist.

Seine Mutter scheint ihm dabei nicht wirklich helfen zu können oder vielleicht auch nicht helfen zu wollen. Doch Rupert besitzt eine besondere Gabe: Er kann Geister sehen.

Gemeinsam mit seinem Kater Igor folgt er den kleinsten Hinweisen und gerät dabei immer tiefer in ein Familiengeheimnis, das lange verborgen geblieben ist.

Schon diese Ausgangssituation hat unseren Sohn sofort neugierig gemacht. Die Mischung aus Detektivgeschichte und Geisterabenteuer sorgt dafür, dass man direkt wissen möchte, wie alles zusammenhängt.

Miträtseln statt nur mitlesen

Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die Art, wie die Rätsel eingebunden wurden.

Oft wirken Rätsel in Kinderbüchern ein wenig aufgesetzt und unterbrechen die eigentliche Handlung. Hier ist das anders.

Die Hinweise sind Teil der Geschichte. Während Rupert ermittelt, hält man automatisch selbst Ausschau nach Spuren. Man betrachtet die Bilder genauer, achtet auf kleine Details und beginnt mitzurätseln.

Unser Sohn hat immer wieder angehalten und seine eigenen Vermutungen angestellt. Wer könnte dahinterstecken? Was bedeuten die Hinweise? Wem kann Rupert eigentlich vertrauen?

Genau diese aktive Beteiligung hat ihn regelrecht durch das Buch getragen.

Perfekt für Kinder, die eigentlich nicht lesen wollen

Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell unser Sohn in die Geschichte eingetaucht ist.

Normalerweise verlieren Bücher bei ihm recht schnell gegen andere Freizeitbeschäftigungen. Hier war das anders.

Der Comicstil sorgt dafür, dass die Seiten nie überladen wirken. Die vielen Illustrationen unterstützen die Handlung und helfen dabei, die Geschichte lebendig werden zu lassen.

Gerade Kinder, die sich von langen Textblöcken eher abschrecken lassen, finden hier einen Zugang zum Lesen.

Die Handlung bleibt dabei trotzdem anspruchsvoll genug, dass man sich nicht unterfordert fühlt. Das Buch nimmt seine jungen Leser ernst und erzählt eine spannende Geschichte, ohne zu vereinfachen.

Die Atmosphäre macht den Unterschied

Steffen Gumperts Illustrationen sind für mich eines der großen Highlights des Buches.

Die Geister wirken geheimnisvoll, die Schatten erzeugen Spannung und die gesamte Gestaltung transportiert genau die richtige Mischung aus Grusel und Abenteuer.

Dabei wird es nie zu düster oder zu unheimlich.

Gerade für Kinder ab etwa acht Jahren ist die Balance perfekt getroffen. Es gibt Momente, die für Gänsehaut sorgen, aber niemals so intensiv, dass sie Angst machen.

Man merkt auf jeder Seite, wie viel Liebe zum Detail in den Zeichnungen steckt.

Mehr als nur ein Gruselabenteuer

Neben den Rätseln und der spannenden Suche nach dem verschwundenen Vater erzählt das Buch auch von Themen, die viele Kinder bewegen.

Es geht um Familie.

Um Verlust.

Um offene Fragen.

Um Mut.

Und darum, nicht aufzugeben, wenn man Antworten sucht.

Diese emotionalen Aspekte verleihen der Geschichte eine Tiefe, die ich bei einem Rätselcomic zunächst gar nicht erwartet hätte.

Vor allem gegen Ende wurde die Geschichte überraschend berührend und hat gezeigt, dass hinter all den Geistern und Geheimnissen vor allem eine sehr menschliche Geschichte steckt.

Licht ins Dunkel hat bei uns etwas geschafft, das nicht viele Bücher schaffen: Es hat einen lesefaulen Neunjährigen freiwillig weiterlesen lassen.

Und das sagt vermutlich mehr aus als jede Sternebewertung.

Die Mischung aus Comic, Gruselgeschichte, Detektivabenteuer und Mitmachrätseln funktioniert hervorragend. Dazu kommen sympathische Figuren, eine spannende Handlung und Illustrationen, die man sich immer wieder anschauen möchte.

Für uns ist dieses Buch eine echte Empfehlung für Kinder ab etwa acht Jahren – besonders für alle, die spannende Geschichten lieben oder noch auf der Suche nach einem Buch sind, das die Freude am Lesen wecken kann.

Ein atmosphärischer Rätselkrimi voller Geheimnisse, Geister und überraschend viel Herz.


Healing Kitchen – Quick & Easy

Seit wir uns intensiver mit glutenfreier Ernährung beschäftigen, begegnet uns immer wieder ein Thema: antientzündliche Ernährung. 🌿✨

Anfangs war das für mich ehrlich gesagt einfach nur ein Begriff, über den man immer mal wieder stolpert. Doch je mehr ich mich damit beschäftigt habe – gerade auch im Zusammenhang mit Migräne und chronischen Beschwerden – desto klarer wurde mir, wie eng Ernährung und Wohlbefinden eigentlich zusammenhängen können.

Und genau deshalb hat mich Healing Kitchen – Quick & Easy von DK Verlag und Shabnam Rebo sofort neugierig gemacht.

Vielleicht kennen einige Shabnam Rebo auch unter ihrem Instagramnamen „The Hungry Warrior“. In ihrem Buch zeigt sie auf eine unglaublich alltagstaugliche Weise, dass antientzündliche Ernährung weder kompliziert noch langweilig sein muss.

Und genau das gefällt mir so gut daran.

Denn oft wirken gesunde Ernährungsformen erstmal wie ein riesiger Berg aus Verzicht, komplizierten Zutatenlisten und Rezepten, für die man gefühlt drei Stunden in der Küche stehen muss.

Hier ist das anders.

Die Rezepte sind modern, unkompliziert und so aufgebaut, dass man sie tatsächlich in einen normalen Familienalltag integrieren kann. Viele Gerichte stehen in unter 30 Minuten auf dem Tisch – und genau das macht das Buch für mich so interessant.

Besonders schön finde ich, dass der Fokus nicht auf Verzicht liegt, sondern auf dem, was dem Körper guttun kann.

Viel Gemüse, pflanzliche Zutaten, gute Gewürze, natürliche Lebensmittel – und trotzdem Gerichte, die richtig lecker klingen. Vom Brokkoli-Caesar-Salad mit crunchy Kichererbsen über cremiges One-Pot-Pilz-Orzo bis hin zu schnellen Snacks oder Desserts ist alles dabei.

Und obwohl das Buch komplett vegan aufgebaut ist, wirken die Rezepte überhaupt nicht „dogmatisch“. Eher wie eine Einladung, neue Dinge auszuprobieren und bewusster zu essen.

Was ich außerdem sehr hilfreich finde: Neben den Rezepten gibt es viele praktische Tipps für Meal Prep, Vorratshaltung und Resteverwertung. Gerade wenn man ohnehin schon durch glutenfreie Ernährung viel planen muss, sind solche alltagstauglichen Hilfen Gold wert.

Besonders spannend finde ich auch den persönlichen Hintergrund der Autorin. Shabnam Rebo beschäftigt sich mit antientzündlicher Ernährung nicht nur theoretisch, sondern aus eigener Erfahrung im Umgang mit ihrer Autoimmunerkrankung heraus. Und genau das spürt man beim Lesen.

Für mich ist Healing Kitchen – Quick & Easy deshalb nicht einfach nur ein Kochbuch. Es ist eher eine Inspiration, Ernährung neu zu denken – ohne Druck, aber mit dem Wunsch, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun.

Gerade wenn man sich ohnehin schon mit Themen wie Glutenunverträglichkeit, chronischen Entzündungen oder Migräne beschäftigt, ist dieses Buch wirklich spannend.

Ein modernes, alltagstaugliches Kochbuch voller Ideen, die zeigen: Gesunde Ernährung darf einfach sein – und trotzdem richtig gut schmecken. 🌿💛


Das Geheimnis von Nox 3: Freunde, Feuer – Ungeheuer! von Claudia Scharf

Manche Buchwelten verlässt man nur ungern wieder. ✨🌙🔥

Und genau so ging es mir mit Das Geheimnis von Nox 3: Freunde, Feuer – Ungeheuer! von Claudia Scharf, wunderschön illustriert von Lisa Forsch.

Nach meiner großen Begeisterung für die ersten beiden Bände konnte ich das Finale der Nox-Reihe kaum erwarten – und kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich sofort wieder komplett in dieser faszinierenden Welt aus Tag und Nacht versunken.

Eine Welt, in der Taglinge und Nachtlinge streng voneinander getrennt leben.
Der Tag gilt als sicher und vertraut.
Die Nacht als geheimnisvoll, gefährlich und verboten.

Doch Fill hat diese Grenze längst überschritten – und genau das macht die Geschichte so besonders.

Auch im dritten Band wird es wieder spannend, magisch und absolut vernoxt. Nachtwesen verschwinden spurlos, Issa gerät selbst in Gefahr und plötzlich geht es um weit mehr als nur ein einzelnes Geheimnis. Fill, Lenny und ihre Freund*innen geraten mitten hinein in ein Abenteuer voller Gefahren, ungewöhnlicher Wesen und überraschender Wendungen.

Was ich an dieser Reihe so liebe: Claudia Scharf erschafft mit Nox eine Welt, die sich unglaublich lebendig anfühlt. Egal ob dunkle Wälder, die Hauptstadt Luxea oder die vielen fantastischen Kreaturen – beim Lesen entsteht sofort Kopfkino.

Und auch diesmal sprüht die Geschichte wieder vor fantasievollen Ideen. Besonders die skurrilen Wesen und kleinen Details machen einfach unglaublich viel Spaß. Die Zwillingswanzen mit ihren piepsigen Stimmen zum Beispiel sind so herrlich schräg, dass ich beim Lesen mehrfach schmunzeln musste.

Trotz aller Abenteuer und Spannung steckt gleichzeitig viel Herz in der Geschichte. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und darum, den Mut zu haben, bestehende Regeln zu hinterfragen.

Fill ist dabei ein wunderbarer Hauptcharakter. Offen, neugierig und jemand, der nicht einfach blind Vorurteile übernimmt. Statt Mauern zwischen Tag und Nacht zu akzeptieren, wünscht er sich Frieden zwischen beiden Welten – und genau diese Botschaft macht die Reihe so besonders.

Auch optisch ist das Buch wieder ein echtes Highlight. Schon das Cover fängt die magische Stimmung perfekt ein. Dazu kommen die atmosphärischen schwarz-weiß Illustrationen von Lisa Forsch, die wunderschön zur Geschichte passen.

Besonders genial finde ich außerdem die Gestaltung der Seiten:
Spielt die Handlung im Tagreich, sind die Seiten hell. In Nox dagegen dunkel.

So wird das Lesen selbst zu einem kleinen Eintauchen in beide Welten.

Für mich ist Das Geheimnis von Nox 3 ein fantastisches, spannendes und unglaublich atmosphärisches Finale voller Magie, Humor und Herz.

Eine Reihe, die mich komplett verzaubert hat – und bei der ich ehrlich sagen muss:
Ich hätte Fill und seine Freunde gern noch viel länger begleitet. ✨🌙


Nicht okay ist auch okay

 „Wie geht’s dir?“

Und wie oft antworten wir automatisch mit „Gut“, obwohl das vielleicht gar nicht stimmt? 💛

Genau hier setzt Nicht okay ist auch okay von Dr. Tina Rae, illustriert von Jessica Smith, an – und ich finde dieses Buch unglaublich wichtig.

Denn mentale Gesundheit betrifft nicht nur Erwachsene. Auch Kinder und Jugendliche haben Ängste, Sorgen, Selbstzweifel oder Phasen, in denen einfach alles zu viel wird. Und trotzdem wird darüber oft noch viel zu wenig gesprochen.

Was mir an diesem Sachbuch besonders gefallen hat: Es erklärt psychische Belastungen auf eine sehr verständliche, sensible und absolut kindgerechte Weise. Themen wie Ängste, Depressionen, Essstörungen oder Sorgen werden nicht dramatisiert, aber auch nicht verharmlost.

Das Buch vermittelt vor allem eines:
Es ist okay, wenn nicht immer alles okay ist.

Und genau diese Botschaft hätte ich mir für viele Kinder schon viel früher gewünscht.

Besonders schön finde ich die vielen praktischen Tipps, Übungen und kleinen Impulse, die Kindern und Jugendlichen helfen können, sich selbst besser zu verstehen und achtsamer mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen.

Es geht dabei nicht um „positiv denken und alles wird gut“, sondern darum, Gefühle ernst zu nehmen, Hilfe anzunehmen und eigene Stärke Schritt für Schritt zu entwickeln.

Auch für Eltern und Lehrkräfte ist das Buch unglaublich wertvoll. Der zusätzliche Serviceteil bietet viele hilfreiche Gedanken und Unterstützungsmöglichkeiten für schwierige Situationen.

Die Gestaltung ist dabei angenehm zugänglich und nimmt dem Thema die Schwere, ohne die Wichtigkeit zu verlieren.

Für mich ist Nicht okay ist auch okay ein sensibles, wichtiges und stärkendes Buch über mentale Gesundheit, Selbstfürsorge und Resilienz.

Ein Buch, das Kindern zeigt:

Du musst nicht immer stark wirken.
Du darfst Gefühle haben.
Und du bist damit nicht allein. 💛📚


Schulstart im Schling-Schlang-Schlungelwald von Judith Allert

Der erste Schultag ist für Kinder ein riesiges Abenteuer – und oft auch ein kleines Gefühlschaos. 🎒💛

Vorfreude, Aufregung, Unsicherheit, Neugier… manchmal alles gleichzeitig. Genau deshalb liebe ich Bücher, die Kinder in dieser besonderen Zeit begleiten und ihnen zeigen: Du bist mit deinen Gefühlen nicht allein.

Schulstart im Schling-Schlang-Schlungelwald von Judith Allert, wunderschön illustriert von Julia Christians, macht genau das auf eine unglaublich liebevolle Weise.

Im Mittelpunkt steht Lemur Lenny, der seinem ersten Schultag entgegenfiebert. Einerseits ist da riesige Freude – endlich ein Schulkind sein! Andererseits aber auch ganz viele Sorgen:

Was, wenn er keine Freunde findet?
Was, wenn jemand über ihn lacht?
Was, wenn alles ganz anders wird, als er es sich vorgestellt hat?

Und genau diese Gedanken kennen vermutlich viele Kinder.

Besonders schön finde ich, wie ehrlich das Buch mit diesen Gefühlen umgeht. Es tut nicht so, als wäre Schulstart nur aufregend und schön. Stattdessen zeigt es, dass Nervosität völlig normal ist – und dass Mut oft bedeutet, trotz der Angst loszugehen.

In sechs interaktiven Geschichten begleiten wir Lenny und seine tierischen Freund*innen durch die ersten Schulabenteuer. Vom aufregenden Schulweg über die erste Unterrichtsstunde bei Frau Summs bis hin zu kleinen Konflikten auf dem Pausenhof.

Die Geschichten sind dabei wunderbar kindgerecht erzählt, warmherzig und voller kleiner Situationen, in denen Kinder sich sofort wiedererkennen können.

Besonders toll finde ich die Mitmach- und Bastelideen, die das Buch zusätzlich bereichern. Dadurch wird aus dem Vorlesen schnell ein gemeinsames Erlebnis, bei dem Kinder ihre eigenen Gedanken und Gefühle einbringen können.

Auch die Illustrationen passen perfekt zur Geschichte. Bunt, lebendig und voller liebevoller Details macht der Schling-Schlang-Schlungelwald einfach sofort gute Laune.

Für mich ist dieses Buch ein wunderschöner Begleiter für die Zeit vor der Einschulung und die ersten Schulwochen.

Ein Mutmachbuch voller Herz, Verständnis und großer Gefühle – für kleine Schulstarter*innen und ihre Familien. 🎒✨


Hannah, Janis und das Päckchen mit Schnabel

Manche Kinderbücher fühlen sich an wie ein kleines Abenteuer voller Wärme, Magie und Freundschaft. 🦔🐰✨

Hannah, Janis und das Päckchen mit Schnabel von Marliese Arold, wunderschön illustriert von Stéffie Becker, war für uns genau so ein Buch.

Schon die Ausgangsidee ist einfach herrlich besonders: Mitten in der Nacht entdecken Hasenmädchen Hannah und Igeljunge Janis am Fluss Murks ein Päckchen, das plötzlich vom Himmel fällt. Klingt schon merkwürdig genug – doch dieses Päckchen hat einen Schnabel… und kann sprechen.

Und genau an diesem Punkt waren wir komplett in der Geschichte drin. 😄

Besonders schön war dabei, dass meine Cousine den Klappentext vorher nicht kannte. Für sie war die große Enthüllung, was wirklich im Päckchen steckt, eine echte Überraschung. Die Spannung war beim Vorlesen richtig spürbar und sie wollte unbedingt immer wissen, wie es weitergeht.

Im Mittelpunkt steht schließlich ein kleines Schnabeltier, das nicht weiß, wie es im Maiglöckchenwald gelandet ist, keinen Namen hat und schrecklich seine Mama vermisst.

Natürlich beschließen Hannah und Janis sofort zu helfen.

Und genau hier entfaltet die Geschichte ihre größte Stärke: Sie erzählt nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern vermittelt gleichzeitig wunderschöne Werte wie Freundschaft, Mut, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.

Gerade für jüngere Kinder finde ich das unglaublich wertvoll.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und wunderbar verständlich geschrieben. Die Kapitel haben genau die richtige Länge, sodass beim Vorlesen keine Langeweile entsteht. Wir haben das Buch bewusst über mehrere Tage gelesen, was für uns perfekt funktioniert hat – und jedes Mal war die Vorfreude riesig, endlich weiterzulesen.

Ganz besonders hervorheben muss ich aber die Illustrationen von Stéffie Becker.

Wirklich: WOW.

Die Bilder sind voller Details, wunderschöner Farben und unglaublich liebevoll gestaltet. Jede Seite wirkt fast wie ein kleines Kunstwerk und hat uns immer wieder staunen lassen. Für mich gehören sie definitiv zu den schönsten Kinderbuchillustrationen, die ich seit Langem gesehen habe.

Für mich ist Hannah, Janis und das Päckchen mit Schnabel ein rundum gelungenes Vorlesebuch voller Herz, Abenteuer und liebenswerter Figuren.

Eine Geschichte, die spannend, warmherzig und gleichzeitig voller wichtiger Botschaften steckt – und die man am liebsten direkt noch einmal lesen möchte. 💛📚


Such! von Saskia Halfmouw

Manche Bücher brauchen gar keine Worte, um ganze Geschichten zu erzählen. 🐶📚✨

Such! von Saskia Halfmouw ist genau so ein Buch – ein riesiger Wimmel- und Suchspaß voller kleiner Details, verrückter Szenen und unzähliger Geschichten, die beim Anschauen ganz von selbst entstehen.

Und ganz ehrlich? Wir können uns daran kaum sattsehen.

Im Mittelpunkt steht eine wilde Verfolgungsjagd quer durch die Stadt. Ein Junge hat einen leckeren Knochen im Rucksack – und plötzlich sind ihm jede Menge Hunde auf den Fersen. Dackel, Pudel, Retriever, Windhunde und viele mehr schließen sich nach und nach an und machen die Jagd immer turbulenter.

Doch das ist längst nicht alles.

Denn auf jeder Seite passiert gleichzeitig noch unglaublich viel mehr. Kleine Nebengeschichten, lustige Szenen und unzählige Details laden dazu ein, immer wieder Neues zu entdecken. Zusätzlich kann man einen Papagei, einen Tennisball oder verschiedene Kreidebilder suchen – und plötzlich sitzt die ganze Familie gemeinsam über dem Buch und entdeckt immer neue Dinge.

Was ich an Büchern ohne Text besonders liebe: Sie lassen unglaublich viel Raum für Fantasie. Jeder entdeckt etwas anderes, jede Vorleserunde wird anders und Kinder beginnen ganz automatisch, eigene Geschichten zu erzählen.

Und genau das passiert bei Such! die ganze Zeit.

Besonders begeistert hat mich auch die Vielfalt im Buch. Nicht nur bei den vielen unterschiedlichen Hunderassen, sondern vor allem bei den Menschen. Jung, alt, groß, klein, mit und ohne Behinderung, verschiedenste Frisuren, Kleidung und Charaktere – alles wirkt lebendig, bunt und wunderbar vielfältig.

Auch die Illustrationen selbst sind einfach großartig. Saskia Halfmouw steckt so viel Liebe zum Detail in jede einzelne Seite, dass man beim Anschauen regelrecht darin versinkt. Jede Figur wirkt individuell und hat ihren ganz eigenen Charakter.

Und obwohl Hunde natürlich im Mittelpunkt stehen, kommen übrigens auch Katzenfans auf ihre Kosten. 😄🐱

Für mich ist Such! ein wunderbares Bilderbuch für alle Kinder, die gern entdecken, beobachten und sich eigene Geschichten ausdenken.

Ein Buch ohne Worte – aber voller Abenteuer, Fantasie und ganz viel Wau-Effekt. 🐾✨


Conni im Sommer von Liane Schneider

Manchmal braucht es gar keine großen Reisen oder spektakulären Abenteuer, um den Sommer besonders zu machen. ☀️🍒💛

Conni im Sommer von Liane Schneider, wunderschön illustriert von Janina Görrissen, erinnert genau daran.

Und ehrlich? Genau das liebe ich so an diesem Bilderbuch.

Unsere Tochter ist aktuell riesiger Conni-Fan und dieses Buch gehört momentan ganz klar zu ihren Lieblingsbüchern. Schon beim ersten Lesen hatte es sofort diese warme, leichte Sommerstimmung, die man am liebsten festhalten möchte.

Es duftet nach Sonnencreme und Kirschen, Conni läuft barfuß, planscht im Wasser, macht Ausflüge mit ihren Eltern, fährt Tretboot, nascht Johannisbeeren und genießt einfach die kleinen schönen Momente draußen.

Und genau darin liegt für mich die Stärke dieses Buches: Es zeigt Kindern, dass die schönsten Sommermomente oft direkt vor der eigenen Haustür entstehen.

Keine Fernreise. Kein großes Spektakel. Sondern Eis essen, draußen spielen, gemeinsam Zeit verbringen und kleine Abenteuer erleben.

Besonders schön finde ich auch, dass das Buch ganz viele Ideen liefert, was Familien gemeinsam unternehmen können. Beim Lesen bekommt man direkt Lust, selbst wieder barfuß durch den Garten zu laufen oder spontan einen kleinen Ausflug zu machen.

Die Illustrationen sind dabei unglaublich liebevoll gestaltet und fangen diese unbeschwerte Sommeratmosphäre perfekt ein.

Was ich außerdem sehr mag: Das Buch stellt immer wieder kleine Glücksmomente in den Mittelpunkt. Dieses bewusste Wahrnehmen von Dingen, die eigentlich ganz alltäglich sind.

„Was hat dich heute glücklich gemacht?“
Ganz ehrlich? Vielleicht eine Frage, die wir Erwachsenen uns viel öfter stellen sollten.

Und ja – ich habe gesehen, dass manche kritisiert haben, dass das Buch zeitlich nicht ganz zu anderen Conni-Geschichten passt. Aber ehrlich? Das hat uns überhaupt nicht gestört. Die Geschichte spielt eben in einer früheren Phase von Connis Leben – bevor Jakob geboren wurde und bevor der Umzug ins Haus stattgefunden hat.

Für uns zählt vor allem das Gefühl, das dieses Buch vermittelt. Und das ist einfach wunderschön.

Conni im Sommer ist für uns ein herrlich leichtes, warmherziges Sommerbuch voller kleiner Glücksmomente, Familienzeit und Kindheitserinnerungen.

Ein Buch, das Lust auf Sommer macht – ganz egal, ob im Garten, auf dem Balkon oder einfach direkt vor der Haustür. ☀️