Der kleine Dünenkiosk auf Sylt von Lena Wolf

Manchmal sind es genau diese Geschichten, die man braucht. Leise, warmherzig und voller Gefühl – wie eine kleine Auszeit vom Alltag. Der kleine Dünenkiosk auf Sylt von Lena Wolf ist für mich genau so ein Buch gewesen.

Schon die Ausgangssituation hat mich direkt abgeholt. Lina erhält einen Anruf, der sie völlig unvorbereitet trifft: Auf Sylt steht noch der alte Camper ihrer verstorbenen Mutter, den sie entfernen soll. Ein Ort voller Erinnerungen – und gleichzeitig voller Distanz. Denn die Beziehung zu ihrer Mutter war nie besonders eng. Lina reist also auf die Insel mit dem klaren Ziel, alles schnell hinter sich zu bringen.

Doch wie so oft im Leben kommt es anders.

Der Camper entpuppt sich als eine kleine Schatzkiste voller Hinweise auf ein Leben, das Lina so nie wirklich kennengelernt hat. Und dann ist da noch Manni, der Besitzer des kleinen Dünenkiosks. Schnell wird klar, dass er und Linas Mutter eine besondere Verbindung hatten. Sein Kiosk ist nicht einfach nur ein Imbiss – er ist Treffpunkt, Wohnzimmer und ein Stück Zuhause für Einheimische und Urlauber gleichermaßen.

Ich mochte diese Atmosphäre sofort. Dieses Gefühl von Gemeinschaft, von Vertrautheit, von „hier kennt man sich“. Gleichzeitig schwebt über allem eine gewisse Unsicherheit, denn der Kiosk steht vor dem Aus. Behörden, Auflagen, Naturschutz – es wird eng für diesen besonderen Ort.

Als Manni krank wird, wächst Lina ganz selbstverständlich in eine Rolle hinein, mit der sie selbst nicht gerechnet hätte. Sie übernimmt, hilft aus – und entdeckt dabei eine Seite an sich, die vielleicht schon immer da war: ihre Leidenschaft fürs Kochen und Backen. Mit frischen Ideen, neuen Gerichten und viel Herz bringt sie neuen Schwung in den Kiosk. Besonders schön fand ich dabei das Detail mit dem Rezept ihrer Mutter. Diese kleine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat die Geschichte für mich noch einmal emotionaler gemacht.

Und natürlich wäre es kein Inselroman ohne eine Begegnung, die alles ein wenig durcheinanderwirbelt. Lars, der im Dünenschutz arbeitet, steht zunächst auf der „anderen Seite“. Zwischen ihm und Lina knistert es schnell – aber nicht ohne Reibung. Gerade dieses Spannungsfeld zwischen Naturschutz und dem Erhalt des Kiosks fand ich sehr gelungen. Es bringt eine zusätzliche Ebene in die Geschichte, die über die klassische Liebesgeschichte hinausgeht.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist Linas Entwicklung. Aus einem kurzen Aufenthalt wird Schritt für Schritt mehr. Sie beginnt, ihre Mutter besser zu verstehen, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und ihr Leben zu hinterfragen. Diese leise Veränderung, dieses langsame Ankommen – das ist sehr feinfühlig erzählt und wirkt authentisch.

Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Geschichte bei. Die beiden älteren Damen aus der Pension bringen Charme, Witz und Wärme in die Handlung und geben Lina immer wieder kleine Denkanstöße. Es sind genau diese Begegnungen, die das Buch so lebendig machen.

Und dann ist da natürlich noch Sylt selbst. Die Landschaft, das Meer, die Dünen – all das wird so beschrieben, dass man beim Lesen das Gefühl hat, selbst dort zu sein. Gleichzeitig wird auch das Thema Naturschutz aufgegriffen, ohne belehrend zu wirken, sondern ganz selbstverständlich in die Geschichte integriert.

Der kleine Dünenkiosk auf Sylt ist für mich eine rundum stimmige Geschichte über Neuanfänge, das Loslassen und das Wiederfinden von sich selbst. Über Familie, auch wenn sie nicht immer einfach ist. Und über die kleinen Orte und Begegnungen, die unser Leben manchmal in eine neue Richtung lenken.

Ein leichtes, aber keineswegs oberflächliches Buch – perfekt für alle, die sich nach einer warmen, atmosphärischen Geschichte sehnen. 🌊✨


Klotz: der Dünnhäuter

 Manchmal sind es die leisen Bücher, die die größten Botschaften in sich tragen. Bücher, die nicht laut erklären, sondern sanft zeigen. Klotz: der Dünnhäuter von Jennifer Coulmann ist genau so ein Bilderbuch – eines, das berührt, zum Nachdenken anregt und gleichzeitig wunderbar kindgerecht erzählt ist.

Im Mittelpunkt steht Klotz, ein kleines Nashorn, das so gar nicht dem Bild entspricht, das man vielleicht im Kopf hat. Statt laut, wild und kraftvoll zu sein, ist Klotz ruhig, aufmerksam und feinfühlig. Während die anderen Tiere der Savanne toben, genießt er die leisen Momente. Er beobachtet, lauscht, nimmt wahr – und genau darin liegt seine besondere Stärke.

Doch eines Tages gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken. Klotz beobachtet, wie ein kleiner Schmetterling am Wasserloch beinahe zertrampelt wird. Für viele nur eine Kleinigkeit – für ihn ein Moment, der alles verändert. Denn er erkennt, wie wenig die anderen Tiere auf die kleinen Lebewesen achten. Und als die Insekten schließlich ihre Arbeit einstellen, wird deutlich, wie wichtig sie eigentlich sind: Die Savanne gerät aus dem Gleichgewicht, Pflanzen welken, das Wasser verändert sich, und plötzlich wird allen bewusst, dass selbst die kleinsten Lebewesen eine große Rolle spielen.

Was diese Geschichte so besonders macht, ist die Art, wie sie erzählt wird. In liebevollen Reimen geschrieben, fließt der Text beim Vorlesen ganz natürlich und macht sowohl Kindern als auch Erwachsenen Freude. Die Sprache ist leicht, eingängig und gleichzeitig voller Gefühl.

Besonders schön finde ich die Wahl der Hauptfigur. Ein Nashorn – groß, stark, scheinbar unbeweglich – wird hier zum Symbol für Empathie und Sensibilität. Gerade dieser Kontrast macht die Botschaft so kraftvoll. Es zeigt, dass Feinfühligkeit nichts mit Schwäche zu tun hat. Im Gegenteil: Sie ist eine Stärke, die oft unterschätzt wird.

Auch die Illustrationen tragen einen großen Teil zur Wirkung des Buches bei. Die Savanne wird lebendig, die Tiere wirken ausdrucksstark und die Emotionen sind auf jeder Seite spürbar. Es gibt so viele kleine Details zu entdecken, dass man beim gemeinsamen Lesen immer wieder Neues findet.

Inhaltlich vermittelt das Buch auf sehr zugängliche Weise wichtige Themen: Empathie, Achtsamkeit, Rücksichtnahme – und auch das Bewusstsein dafür, wie wichtig jedes einzelne Lebewesen für das große Ganze ist. Gerade die Verbindung von emotionaler Geschichte und naturbezogenem Wissen ist hier besonders gelungen.

Und ja, dieser eine Satz, den ich einmal gehört habe, passt hier einfach perfekt:

Mit Empathie ist es wie mit Intelligenz – entweder man hat sie oder man merkt nicht, dass sie einem fehlt.

Klotz: der Dünnhäuter zeigt auf eine sehr liebevolle Weise, warum Empathie so wichtig ist. Warum es sich lohnt, hinzusehen. Warum Rücksichtnahme unser Zusammenleben verändert – im Kleinen wie im Großen.

Für mich ist dieses Buch ein wunderbares Beispiel dafür, wie Kinderbücher wichtige Werte vermitteln können, ohne belehrend zu sein. Warmherzig, klug und voller kleiner, großer Wahrheiten.

Ein echtes Herzensbuch – für Kinder ab 3 Jahren und für alle, die sich daran erinnern möchten, wie wichtig es ist, achtsam miteinander umzugehen. 💛


‚Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark‘

Manchmal braucht es keine tiefschürfende Fantasywelt oder lange Kapitel voller Beschreibungen. Manchmal braucht es Explosionen. Roboter. Einen Freizeitpark. Und einen neunjährigen Superhelden, der noch bei seiner Mutter wohnt. Willkommen bei ‚Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark‘ von Andy Riley.

Schon der Name ist Programm. Vorname: Action. Nachname: Dude. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Oder doch? Denn hinter der lässigen Superheldenpose steckt ein Junge, der seine Welt gern ein kleines bisschen spektakulärer hätte, als sie vielleicht ist.

Action Dude lebt für die Gefahr. In seiner Vorstellung springt er aus Hubschraubern, rennt über Baukräne und verlässt Gebäude exakt in dem Moment, bevor sie explodieren. In der Realität ist er neun Jahre alt, wohnt bei seiner Mom – und hat panische Angst vor Spinnen. Was natürlich streng geheim ist. Schließlich ist er der mutigste Actionheld aller Zeiten. Zumindest fast.

Als im Freizeitpark plötzlich die Roboter durchdrehen, ist klar: Jetzt schlägt seine Stunde. Chaos, Gefahr, Explosionen – und mittendrin ein Junge, der sich kopfüber ins Abenteuer stürzt. Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf, die Spannungskurve stimmt, und ein gelungener Twist sorgt dafür, dass es nicht einfach nur bei Krawumm und Kawumm bleibt.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie Andy Riley mit dem Medium Comic spielt. Die Panels sind abwechslungsreich gestaltet, Perspektiven wechseln, Dynamik entsteht nicht nur durch die Handlung, sondern auch durch die Bildsprache. Hier wird das Potenzial des Comics wirklich genutzt – nichts wirkt statisch oder monoton. Andere Comics könnten sich davon durchaus eine Scheibe abschneiden.

Doch Action Dude ist mehr als nur Action. Im ersten Kapitel lernen wir die Figur näher kennen – und genau das macht den Comic interessant. Denn schnell merkt man: Dieser Junge flüchtet sich gern in seine Heldenrolle. Sein Alltag scheint ihm zu banal, zu gewöhnlich. In seiner Fantasie ist alles größer, schneller, lauter. Und trotzdem bleibt er glaubwürdig. Er ist mutig, ja – aber auch unsicher. Er will helfen, er will Anerkennung, auch wenn er so tut, als wäre ihm das völlig egal. Diese Widersprüche machen ihn greifbar.

Besonders gelungen ist, wie mit seiner Angst umgegangen wird. Seine Spinnenphobie wird nicht lächerlich gemacht, sondern als echte Hürde gezeigt. Und genau hier liegt eine Stärke des Buches: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, sich trotzdem zu stellen. Diese Botschaft kommt ganz nebenbei, ohne erhobenen Zeigefinger.

Der Erzählstil ist klar und zugänglich, gleichzeitig steckt auf einer zweiten Ebene mehr darin, als man auf den ersten Blick vermutet. Ich würde das Lesealter eher bei neun bis zehn Jahren sehen, auch wenn jüngere Kinder sicher ebenfalls Freude an den Bildern und der Action haben.

Für uns ist Action Dude ein rundum gelungener Comic mit trockenem Humor, viel Dynamik und einem Hauptcharakter, der herrlich planlos und gleichzeitig beeindruckend mutig durchs Chaos stolpert. Fünf von fünf Sternen – für ein Buch, das zeigt, dass Comics nicht nur unterhalten, sondern auch Charaktere mit Tiefe erzählen können.


Tochter des Nebelwalds

 Manchmal sind es genau diese Bücher, die einen schon beim ersten Blick nicht mehr loslassen. ✨🌲

Es gibt Bücher, die einen schon beim ersten Blick einfangen. Nicht laut, nicht aufdringlich – sondern leise, fast schon geheimnisvoll. Ein Cover, das eine Stimmung transportiert, ein Klappentext, der mehr andeutet als verrät. Genau so ein Buch ist Tochter des Nebelwalds, der erste Band der Eventyr-Saga von Gry Kappel Jensen. Für mich war sofort klar: Diese Geschichte möchte ich entdecken.

Schon die Ausgangssituation hat mich sofort gepackt. Ava lebt mit ihrer kleinen Schwester Linn und ihrem Vater am Rand eines düsteren Waldes. Ihr Leben ist geprägt von Entbehrung, Hunger und einem ständigen Kampf ums Überleben. Eine Welt, die wenig Raum für Leichtigkeit lässt und in der Hoffnung oft nur ein leiser Gedanke bleibt. Als der Vater plötzlich verschwindet, bricht für die beiden Mädchen das letzte Stück Sicherheit weg. Allein und orientierungslos machen sie sich auf den Weg – tiefer hinein in den Wald, der ohnehin schon etwas Bedrohliches ausstrahlt.

Dort begegnen sie Nebula. Eine Frau, die ihnen Schutz bietet, ihnen ein Dach über dem Kopf gibt und sich zunächst fast wie eine Mutterfigur verhält. Wärme, Nahrung, Geborgenheit – all das, was Ava und Linn so dringend brauchen. Und doch liegt von Anfang an etwas Unruhiges zwischen den Zeilen. Ein Gefühl, das sich nicht ganz greifen lässt, aber ständig mitschwingt. Warum wird Linn von Ava getrennt? Weshalb gibt es so viele andere Kinder in Nebulas Obhut? Und warum wirkt alles gleichzeitig so fürsorglich und doch so beunruhigend?

Genau dieses Spannungsfeld ist es, das die Geschichte trägt. Gry Kappel Jensen versteht es hervorragend, eine Atmosphäre aufzubauen, die dicht, düster und gleichzeitig unglaublich fesselnd ist. Der Nebelwald ist nicht nur Schauplatz, sondern fast schon eine eigene Figur. Er wirkt lebendig, geheimnisvoll und voller unausgesprochener Gefahren. Man spürt beim Lesen förmlich die Kälte, die Unsicherheit, die ständige Wachsamkeit.

Im Zentrum steht Ava – eine Protagonistin, die mich tief beeindruckt hat. Sie ist stark, ohne unnahbar zu sein. Mutig, ohne furchtlos zu wirken. Sie trägt Verantwortung, zweifelt, hinterfragt und wächst an den Herausforderungen, die ihr gestellt werden. Besonders berührend ist ihre Beziehung zu ihrer kleinen Schwester Linn. Diese tiefe, bedingungslose Geschwisterliebe zieht sich durch die gesamte Geschichte und verleiht ihr eine emotionale Tiefe, die weit über ein klassisches Fantasy-Abenteuer hinausgeht.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Vielschichtigkeit der Figuren. Lange Zeit bleibt unklar, welche Rolle Nebula wirklich spielt. Ist sie Beschützerin oder Bedrohung? Ist ihre Fürsorge echt oder nur Fassade? Diese Ungewissheit sorgt dafür, dass man als Leser ständig mitdenkt, hinterfragt und sich selbst nicht sicher ist, wem man trauen kann. Es gibt keine einfachen Antworten, kein klares Schwarz oder Weiß. Stattdessen bewegt sich die Geschichte in Grautönen – und genau das macht sie so spannend.

Auch die Anleihen an bekannte Märchen und Geschichten sind deutlich spürbar. Elemente, die an Hänsel und Gretel, Krabat oder auch Ronja Räubertochter erinnern, tauchen immer wieder auf, ohne dass die Geschichte jemals ihre Eigenständigkeit verliert. Vielmehr entsteht daraus eine ganz eigene, besondere Atmosphäre – vertraut und doch neu, düster und gleichzeitig faszinierend.

Der Schreibstil ist dabei bildgewaltig und sehr eindringlich. Man wird nicht einfach durch die Geschichte geführt, man taucht regelrecht in sie ein. Szenen entfalten sich wie vor dem inneren Auge, Emotionen werden greifbar, und die Spannung baut sich Stück für Stück auf. Der Einstieg ist eher ruhig, fast vorsichtig – doch genau das verstärkt die Wirkung der späteren Ereignisse umso mehr. Nach und nach entwickelt die Geschichte eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann.

Besonders gelungen finde ich auch die thematische Tiefe. Es geht nicht nur um Magie und Abenteuer, sondern um grundlegende Fragen: Vertrauen und Misstrauen, Verlust und Hoffnung, Gerechtigkeit und Moral. Und immer wieder um die Erkenntnis, dass die Welt selten so eindeutig ist, wie man es sich vielleicht wünschen würde.

Das Ende fügt sich stimmig in die Geschichte ein, lässt aber gleichzeitig viele Fragen offen. Es ist kein endgültiger Abschluss, sondern vielmehr ein Übergang – ein Hinweis darauf, dass die Reise noch lange nicht vorbei ist. Und genau das macht die Vorfreude auf den nächsten Band umso größer.

Für mich ist Tochter des Nebelwalds ein beeindruckender Auftakt einer Reihe, die großes Potenzial hat. Düster, atmosphärisch, emotional und gleichzeitig spannend erzählt. Eine Geschichte, die nachhallt und einen noch lange nach dem Lesen begleitet.

Ein schaurig-schönes Märchen voller Geheimnisse, Magie und leiser Zwischentöne – und eine absolute Empfehlung für alle, die Fantasy lieben, die unter die Haut geht.



Nico & Daimon – Verflammt gute Freunde von Katja Brandis

Manchmal braucht es nur einen Drachen, um alles zu verändern. 🔥🐉

Mit Nico & Daimon – Verflammt gute Freunde von Katja Brandis, illustriert von Falk Holzapfel, startet eine neue Kinderbuchreihe, die genau das mitbringt, was junge Leser lieben: Tempo, Humor, Abenteuer – und einen ziemlich frechen Drachen.

Im Mittelpunkt steht Nico, der nach einem Umzug in einer neuen Stadt landet und dort so ziemlich alles schiefläuft, was schieflaufen kann. Neue Schule, keine Freunde, ein Lehrer, der es auf ihn abgesehen hat – und als wäre das nicht genug, wird er auch noch von einem bissigen Hund angegriffen. Kein leichter Start.

Und dann passiert das Unfassbare: Ein echter Drache sitzt plötzlich auf seiner Fensterbank.

Daimon ist vielleicht nicht der größte Drache, aber definitiv einer mit Charakter. Frech, mutig und mit einer großen Klappe bringt er Nicos Leben ordentlich durcheinander. Wo Daimon auftaucht, ist Chaos nicht weit – aber gleichzeitig ist er genau der Freund, den Nico gerade braucht. Einer, der sich traut, der Dinge ausspricht und der sich schützend vor ihn stellt.

Doch schnell wird klar: Daimon ist nicht das einzige magische Wesen in der Menschenwelt. Und plötzlich wird aus einem chaotischen Alltag ein echtes Abenteuer – mit Verfolgungsjagden, Spannung und der Frage, wem man eigentlich trauen kann.

Was mir besonders gefallen hat: Die Geschichte ist unglaublich zugänglich geschrieben. Sie nimmt schnell Fahrt auf, ist spannend, witzig und durch die vielen farbigen Illustrationen und Comic-Elemente sehr lebendig. Gerade für Kinder ab etwa 10 Jahren – und vor allem auch für Lesemuffel – ist das ein echter Pluspunkt.

Gleichzeitig steckt mehr in der Geschichte, als man auf den ersten Blick vermutet. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und darum, seinen Platz zu finden. Nico und Daimon sind zwei Figuren, die man schnell ins Herz schließt, und ihre Entwicklung wirkt authentisch und greifbar.

Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Die Illustrationen lockern die Geschichte wunderbar auf und machen das Lesen noch dynamischer.

Für mich ist Nico & Daimon ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe, die Lust auf mehr macht. Drachenstark, humorvoll und genau richtig für alle, die Abenteuer lieben.

Ein Buch, das zeigt: Manchmal braucht es nur einen ungewöhnlichen Freund, um über sich hinauszuwachsen. 🐉✨


Return to yourself

 Manchmal kommt ein Buch genau zur richtigen Zeit. Nicht, weil man aktiv danach gesucht hat – sondern weil man spürt, dass es etwas in einem anspricht, das schon länger gesehen werden möchte. Return to yourself von Merle Zirk ist für mich genau so ein Buch gewesen.

Schon beim ersten Durchblättern hatte ich das Gefühl, dass es hier nicht nur um Rezepte geht. Es ist vielmehr eine Einladung. Eine Einladung, wieder mehr auf sich selbst zu hören. Den eigenen Körper ernst zu nehmen. Und vielleicht auch den Mut zu finden, Dinge zu verändern, die man viel zu lange einfach hingenommen hat.

Die Geschichte hinter dem Buch berührt. Mit gerade einmal 30 Jahren erhält Merle Zirk die Diagnose Gebärmutterhalskrebs – ein Moment, der das gesamte Leben auf den Kopf stellt. Was danach folgt, ist kein einfacher Weg, sondern ein sehr bewusster Neuanfang. Weg von einem durchgetakteten Berufsleben, hin zu einem Alltag, der sich an Gesundheit, Achtsamkeit und Selbstfürsorge orientiert. Heute gibt sie genau diese Erfahrungen weiter – nicht belehrend, sondern inspirierend, nahbar und ehrlich.

Und genau das spürt man auf jeder Seite.

Dieses Buch ist nicht nur ein Kochbuch. Es ist ein Begleiter. Ein kleiner Kompass, der immer wieder daran erinnert, dass Gesundheit nichts ist, das man irgendwann „hat“ – sondern etwas, um das man sich kümmern darf. Mit kleinen Schritten. Ohne Druck. Aber mit Bewusstsein.

Ich durfte im Rahmen einer Bloggertour mit diesem Buch arbeiten und habe mich ganz bewusst mit dem Thema „Meine Erkrankung und warum ich meine Ernährung und Gewohnheiten umstellen muss“ beschäftigt. Ein Thema, das für mich sehr persönlich ist.

Denn ich gehöre zu den Menschen, die mit Migräne leben. Und ich meine nicht „ein bisschen Kopfschmerzen“. Ich meine diese Tage, an denen nichts mehr geht. Schmerzen, die sich durch den ganzen Kopf ziehen, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, neurologische Ausfälle – und das nicht nur für ein paar Stunden, sondern oft über mehrere Tage hinweg. Wer das kennt, weiß, wie sehr es den Alltag bestimmt.

Und genau hier setzt für mich dieses Buch an.

Ich habe mich in den letzten Jahren immer wieder mit dem Thema Ernährung beschäftigt, aber dieses Buch hat noch einmal eine andere Tür geöffnet. Vor allem das Thema entzündungshemmende Ernährung spielt bei Migräne eine große Rolle. Und plötzlich ergibt vieles Sinn. Nicht als schnelle Lösung oder Wunderheilung – sondern als ein Weg, den man Schritt für Schritt gehen kann.

Die Rezepte in diesem Buch sind dabei nicht nur „gesund“. Sie fühlen sich gut an. Sie sind alltagstauglich, nährstoffreich und so aufgebaut, dass man sie wirklich umsetzen möchte. Kein kompliziertes Superfood-Denken, sondern eine bewusste, natürliche Herangehensweise, die Körper und Seele gleichermaßen anspricht.

Was mir besonders gefallen hat: Es geht nicht um Verzicht. Es geht um Hinzugewinn. Mehr Energie. Mehr Leichtigkeit. Mehr Verständnis für den eigenen Körper.

Zwischen den Rezepten steckt so viel Wissen, so viele Impulse, die zum Nachdenken anregen. Warum essen wir eigentlich so, wie wir essen? Was braucht unser Körper wirklich? Und wo können wir kleine Stellschrauben drehen, die langfristig einen Unterschied machen?

Für mich war dieses Buch mehr als nur inspirierend. Es war ein kleiner Anstoß, wieder genauer hinzuschauen. Auf meinen Körper. Auf meine Gewohnheiten. Auf das, was mir guttut – und das, was vielleicht nicht.

Return to yourself ist kein Buch, das man einmal liest und dann ins Regal stellt. Es ist eines, zu dem man immer wieder zurückkehrt. Weil es erinnert. Weil es stärkt. Weil es begleitet.

Und vielleicht ist genau das das Schönste daran: Es zeigt, dass Veränderung möglich ist. Nicht perfekt. Nicht von heute auf morgen. Aber Schritt für Schritt.

Und manchmal beginnt dieser Weg einfach mit einem Buch.


Meine Bestellung bei Lumigreen

Endlich ist er da, der Frühling. Diese besondere Zeit im Jahr, in der plötzlich alles wieder heller, leichter und ein bisschen hoffnungsvoller wirkt. Die Tage werden länger, die Sonne zeigt sich wieder öfter, überall sprießt neues Leben – und ganz ehrlich: Nach den grauen Wintermonaten fühlt sich das jedes Mal ein bisschen wie Aufatmen an. Kaum kitzeln die ersten warmen Sonnenstrahlen die Nase, wächst auch die Lust, draußen wieder loszulegen, den Garten zu planen, Beete zu bepflanzen und sich die Hände schmutzig zu machen.

Passend dazu hat mich eine richtig schöne Lieferung erreicht, die mein Gärtnerherz sofort hat höherschlagen lassen. Und zwar von Lumigreen, einem Onlineshop für Pflanzen und Garten, bei dem man wirklich merkt, dass hier Menschen mit echter Leidenschaft für alles Grüne am Werk sind.

Schon das Auspacken war ein kleines Highlight. Wer schon einmal Pflanzen online bestellt hat, weiß: Da ist man erst einmal vorsichtig optimistisch. Kommen sie heil an? Sind sie frisch? Haben sie den Versand gut überstanden? Umso schöner war die Überraschung, als ich meine Lieferung geöffnet habe. Alles war sorgfältig und sicher verpackt, die Pflanzen kamen frisch, gesund und in einem richtig schönen Zustand bei mir an. Genau so wünscht man sich das.

Einziehen durften bei mir eine Heidelbeere „Goldtraube“, eine Preiselbeere „Miss Cherry®“ und eine Siebold-Fetthenne. Und ich kann euch sagen: Alle drei haben sofort dieses angenehme Gefühl ausgelöst von „Ja, genau das hat noch gefehlt“.

Die Heidelbeere „Goldtraube“ ist für mich so ein richtiger Gartenklassiker, über den ich mich jedes Mal freue. Nicht nur, weil Heidelbeeren einfach wunderbar schmecken, sondern auch, weil sie im Garten etwas so Schönes und Natürliches haben. Man pflanzt nicht einfach nur einen Strauch – man pflanzt Vorfreude. Auf kleine Ernten, auf Sommermomente, auf Naschen direkt vom Strauch. Und irgendwie sehen Heidelbeeren dabei auch noch so herrlich unaufgeregt schön aus.

Die Preiselbeere „Miss Cherry®“ hat mich ebenfalls direkt begeistert. Ich mag Pflanzen, die nicht nur einen Nutzen haben, sondern gleichzeitig auch dekorativ sind. Preiselbeeren haben für mich immer etwas Besonderes – ein bisschen waldig, ein bisschen nordisch, ein bisschen so, als hätte man sich ein kleines Stück Naturromantik in den Garten geholt.

Und dann war da noch die Siebold-Fetthenne. Eine Pflanze, die vielleicht auf den ersten Blick etwas leiser daherkommt, aber gerade deshalb so wunderbar in Beete passt. Ich liebe solche Stauden, die Struktur reinbringen, pflegeleicht sind und trotzdem richtig etwas hermachen. Gerade in Kombination mit anderen Pflanzen kann daraus später ein richtig schönes Bild entstehen.

Was ich an Lumigreen außerdem besonders sympathisch finde, ist die Geschichte hinter dem Shop. Das Unternehmen wurde 2006 von dem Ehepaar Lukáš und Dominika Gaži gegründet. Lukáš ist leidenschaftlicher Gärtner und studierter Gartenarchitekt, Dominika kommt ursprünglich aus einem anderen Berufsfeld, teilt aber die gleiche Liebe zum Garten. Angefangen hat alles im Gewächshaus von Lukáš’ Eltern, wo die ersten Pflanzen für den Verkauf herangezogen wurden.

Besonders schön finde ich den Gedanken, der hinter ihrem Konzept steht. Statt Gärten nur „fertig“ planen zu wollen, haben sie beobachtet, dass viele Menschen ihren Garten lieber selbst gestalten möchten. Mit den eigenen Händen, im eigenen Tempo und nach den eigenen Vorstellungen. Und genau dabei wollen sie unterstützen. Nicht mit kompliziertem Gartenlatein und unerreichbaren Idealbildern, sondern mit einem Sortiment, das Lust aufs Gärtnern macht und dabei hilft, die passenden Pflanzen für den eigenen Garten zu finden.

Ich finde, genau das merkt man auch. Bei Lumigreen geht es nicht darum, einen perfekten Schaugarten vorzugeben, sondern darum, Menschen Freude am Pflanzen und Gestalten zu ermöglichen. Und das passt einfach wunderbar zu der Art, wie ich Garten erlebe. Nicht geschniegelt, nicht geschniegelt-perfekt, sondern lebendig, wachsend, sich entwickelnd. Ein Garten darf sich verändern. Er darf ausprobiert werden. Er darf Stück für Stück entstehen.

Seit 2013 gibt es zusätzlich zum Gartenshop auch den E-Shop, und seit 2024 liefert Lumigreen auch nach Deutschland. Für alle, die gern online Pflanzen bestellen und trotzdem Wert auf Qualität und eine gute Auswahl legen, ist das definitiv spannend.

Meine neuen Pflanzen werden jetzt natürlich nicht lange in ihren Töpfen bleiben. Sie dürfen schon ganz bald in die Beete umziehen, wo sie hoffentlich gut anwachsen und sich prächtig entwickeln. Gerade jetzt im Frühling ist ja diese besondere Aufbruchsstimmung da – man plant, setzt ein, rückt noch einmal etwas um und stellt sich in Gedanken schon vor, wie alles in ein paar Wochen aussehen wird. Genau dieses Gefühl liebe ich.

Für mich war diese Lieferung auf jeden Fall ein wunderschöner Einstieg in die neue Gartensaison. Frische Pflanzen, neue Ideen und wieder dieses Kribbeln in den Fingern, endlich draußen loszulegen. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht, um glücklich zu sein.

Habt ihr euren Garten, Balkon oder euer Beet schon frühlingsfit gemacht? Und welche Pflanzen dürfen bei euch in diesem Jahr auf keinen Fall fehlen?


Der achtsame Tiger

 Manchmal sind es die leisen Geschichten, die am meisten berühren. 🐯✨

Der achtsame Tiger von Przemyslaw Wechterowicz, wunderschön illustriert von Emilia Dziubak, ist genau so ein Buch – und jetzt endlich auch als robustes Pappbilderbuch für die Kleinsten erhältlich.

Auf den ersten Blick wirkt der Tiger wie das, was man erwartet: wild, stark, vielleicht sogar ein bisschen gefährlich. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr merkt man, dass hinter dieser Fassade etwas ganz anderes steckt.

Denn nachts zeigt der Tiger sein wahres Ich. Er hilft, wo Hilfe gebraucht wird. Er kümmert sich, ist vorsichtig, achtsam und voller Mitgefühl. Mit seinen Krallen bereitet er Obst für den kleinen Elefanten vor, er kümmert sich um die Eier der Papageien – und begegnet auch den anderen Tieren mit einer Ruhe und Freundlichkeit, die man so vielleicht gar nicht erwartet hätte.

Genau das macht dieses Buch so besonders. Es erzählt auf eine ganz sanfte Weise davon, dass Stärke nicht laut sein muss. Dass Freundlichkeit, Rücksicht und Achtsamkeit oft viel größer sind als alles andere.

Besonders schön finde ich, dass diese wichtige Botschaft schon für die Allerkleinsten greifbar gemacht wird. Die stabile Pappbilderbuch-Ausgabe eignet sich perfekt für Kinder ab etwa zwei Jahren – dicke Seiten, die auch kleine Hände gut umblättern können, und eine Geschichte, die man immer wieder gemeinsam entdecken möchte.

Die Illustrationen sind dabei ein echtes Highlight. Emilia Dziubak schafft es, mit ihren Bildern eine warme, ruhige Atmosphäre zu erschaffen, die perfekt zur Geschichte passt. Man bleibt gern auf den Seiten hängen, entdeckt Details und taucht ganz in diese besondere Welt ein.

Neu hinzugekommen sind außerdem kleine Mitmachimpulse und Fragen, die das gemeinsame Lesen noch intensiver machen. So wird aus dem Vorlesen ein echtes Miteinander.

Wir lieben Der achtsame Tiger sehr und können dieses Buch von Herzen empfehlen. Ein wunderschönes Bilderbuch über Mitgefühl, Freundlichkeit und die leise Kraft der Achtsamkeit – für kleine und große Leser gleichermaßen. 💛🐯


Sie war es. Sie war es nicht.“ von Nicci Cloke

Manchmal sind es genau die Bücher mit einer richtig starken Grundidee, die die größten Erwartungen wecken. Und genau so ging es mir mit „Sie war es. Sie war es nicht.“ von Nicci Cloke.

Ein Thriller, der aus fünf unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Eine Frau im Zentrum, deren Schuld oder Unschuld die gesamte Öffentlichkeit beschäftigt. Jeder sieht sie anders. Jeder erzählt seine eigene Version der Wahrheit. Und sie selbst? Schweigt.

Ganz ehrlich – das klang für mich nach einem unglaublich spannenden Konzept. Nach einem psychologischen Thriller, der mit Wahrnehmung, Wahrheit und Perspektiven spielt. Genau mein Ding.

Umso größer war leider die Enttäuschung.

Dabei beginnt die Geschichte eigentlich vielversprechend. Katie Cole wird verhaftet, beschuldigt, vier einflussreiche Männer vergiftet zu haben. Ein Skandal, der Wellen schlägt. Schnell wird klar: Es geht hier nicht nur um ein Verbrechen, sondern um Macht, Einfluss und darum, wer die Deutungshoheit über die Wahrheit besitzt.

Die Idee, Katie ausschließlich durch die Augen anderer Figuren kennenzulernen – ihres Vaters, ihres Jugendfreundes, ihres Ex-Liebhabers, ihres Anwalts und eines Journalisten – hat wirklich Potenzial. Jede dieser Perspektiven zeigt eine andere Facette von ihr. Katherine. Kit-Kat. K.C. Killer-Kate. Wildkatze.

Eine Frau mit vielen Gesichtern.

Doch genau hier beginnt für mich das Problem.

Die Umsetzung konnte mich leider überhaupt nicht abholen.

Ein großer Stolperstein war für mich die gewählte Erzählperspektive: die Du-Form. Also die zweite Person Singular. Eine eher ungewöhnliche Stilentscheidung, die sicherlich bewusst gewählt wurde, um Nähe oder Intensität zu erzeugen. Für mich hatte sie allerdings genau den gegenteiligen Effekt.

Ich fand sie anstrengend.

Distanzierend.

Und auf Dauer wirklich schwierig zu lesen.

Dazu kam, dass ich große Probleme hatte, die einzelnen Stimmen voneinander zu unterscheiden. Trotz der unterschiedlichen Perspektiven wirkten viele Passagen ähnlich, wodurch ich oft innehalten musste, um überhaupt zu verstehen, aus wessen Sicht ich gerade lese.

Das hat den Lesefluss für mich immer wieder unterbrochen.

Ich habe wirklich versucht, mich auf die Geschichte einzulassen. Habe weitergelesen, gehofft, dass sich die Spannung steigert, dass ein Twist kommt, der mich packt, überrascht, vielleicht sogar umhaut.

Aber genau das ist leider nicht passiert.

Die Handlung zog sich für mich über weite Strecken.

Es fehlte an Dynamik, an echten Spannungsmomenten, an Entwicklungen, die mich emotional abgeholt hätten. Stattdessen hatte ich zunehmend das Gefühl, eher durch die Seiten zu gehen, als wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Ein weiterer Punkt, der es mir schwer gemacht hat, war die fehlende Verbindung zu den Figuren.

Weder Katie noch die fünf Männer konnten mich wirklich erreichen. Sie blieben für mich distanziert, teilweise unsympathisch, aber vor allem: egal.

Und wenn genau das passiert, wird es schwierig, bei einem Thriller mitzufiebern.

Selbst das Ende konnte daran nichts mehr ändern.

Es hat mich nicht überrascht, nicht überzeugt und leider auch nicht das Gefühl gegeben, dass sich das Durchhalten bis zur letzten Seite wirklich gelohnt hat.

Was ich allerdings sagen muss: Der englische Originaltitel „Her Many Faces“ trifft für mich deutlich besser den Kern der Geschichte. Denn genau darum geht es – um die verschiedenen Versionen einer Person. Um Wahrnehmung. Um Perspektive.

Nur leider konnte mich die Umsetzung dieser eigentlich starken Idee nicht überzeugen.

Sie war es. Sie war es nicht.“ ist für mich ein Thriller mit viel Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wurde.

Die ungewöhnliche Erzählweise, die fehlende Spannung und die distanzierten Figuren haben es mir schwer gemacht, wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Für mich bleibt es daher bei 2 von 5 Sternen ⭐️ –und einer eher enttäuschenden Leseerfahrung.